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Miez, miez!
So richtig scheint der Sommer nicht in Schwung zu kommen, da hilft es gar nicht, nach draußen in Regen und Kälte zu gehen und auf ihn zu hoffen. Bis er sich bequemt, der Sommer, wartet lieber geduldig und lest STERNE STERNE MIETSKASERNE!

Wie Ihr wisst, sind die meisten Blogartikel hier öffentlich, für einige ist jedoch eine Anmeldung notwendig. Sie verlangt nur einen Benutzernamen und eine gültige E-Mail-Adresse, also kein großes Ding. Wer das nicht will, muss auf einige wenige Texte und Bilder verzichten. Wer meint, sich das leisten zu können: bitte!

Ich versuche den Laden hier einigermaßen aktuell zu halten. Aber Manchmal geht da alles nicht so schnell, wie der geneigte Leser das sich wünscht. Auch die Semesterferien sind schon prall gefüllt mit Verpflichtungen, aber es geht ja immer noch praller. Ich tu was ich kann.

Viel Spass beim Lesen!


Weblog


24. Juni 2009, abends | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare



Naja, will nicht sagen, dass man so langhsam in das Alter kommt, wo man 'ne Stammkneipe hat, aber es ist zu verfolgen, dass wir uns in letzter Zeit häufig im Kptn. A. Müller rumtreiben. Das mag damit zu tun haben, dass man eh nicht mehr all zu oft in Kneipen geht, aber dennoch würde ich sagen, dass uns das Kptn. irgendwie zu einer Art allwöchentlicher Heimat geworden ist. Liegt wahrscheinlich an den moderaten Preisen für Weizen, und Flaschenbier, die ja in der Simon-Dach-Straße zu dem Preis kaum noch zu bekommen sind. Wer noch nicht da war, dem sei das Kptn. empfohlen - vor allem, wenn er auf Kickern steht. Internet kuckt man hier, und es gibt im StudiVZ sogar mehr als eine Gruppe dazu.

 
22. Juni 2009, früher abend | Geschrieben von KP in FriedrichshainWG | 0 Kommentare

Wir haben jetzt einen Computer in der Küche stehen. Es steht ein Computer in der Küche - so hört's sich besser an. Wir hatten vor Jahren schon mal einen Computer in der Küche stehen, ein Computer stand in der Küche - das klingt auch hier besser...
Der von damals war in einen Bierkasten eingebaut, sah ganz witzig aus, hatte aber nur einen zweihundertsechsundsechzig Megahertz Prozesser unter der Haube. Man konnte damit nur Musikn hören, sofern der Rechner am Netztwerk drannegewesen wäre. War er aber nicht. WLAN im Bierkasten war uns damals noch zu teuer. Und ein Netzwerkkabel durch die ganze Wohnung verlegen? Das sieht ja auch scheiße nicht so gut aus. Die Sache schlief dann irgendwie ein, der Rechner war superlaut dank seines Lüfters, konnte aber sonst fast nichts. Wir haben ihn dann durch einen Schrank für die Töpfe und Pfannen der WG ersetzt.



Bis heute! Jetzt steht wieder ein PC in der Küche (diesmal 1,15 Ghz). Das Netzwerkproblem hatten wir zwar immer noch, aber diesmal habe ich mir ein paar Gedanken gemacht:
Das Netzwerkkabel musste unsichtbar von meinem Zimmer in die Küche verlegt werden. Nur wie? Vom Router durch die Wand in den Flur, vom Flur an der Gasleitung vorbei in den Keller, durch den Keller in den Schornstein gegenüber, durch den Schornstein wieder nach oben durch die Wand in die Küche. Was hier so einfach klingt, musste in umgekehrter Reihenfolge in die Tat umgesetzt werden und war gar nicht so einfach. Der Schornstein war merkwürdig schief gemauert, das Kabel ging zwar rein, blieb dann aber irgendwie irgendwo hängen. Durch die Rußklappe im Keller habe ich versucht das Kabel zu finden, aber das ging alles nicht so sehr. Bis es mir zu bunt wurde. Ich habe ein paar Steine aus der Wand genommen, der Putz und der Mörtel waren eh morsch. Dann ging's. Später alles fachmnännisch mit Rotband wieder zugemacht, alles paletti.

Das war der aufwendigste was ich je in dieser Wohnung rumgemodelt habe. Dummerweise ist die Verbindung in der Küche ins Internet und so weiter nicht ganz so gut. Das liegt vermutlich daran, dass der RJ45-Stecker auf der anderen Seite leicht beschädigt ist. Der ging nicht so einfach am Gasrohr vorbei. Vielleicht einfach mal neu crimpen, bis dahin musser gehen.

 
22. Juni 2009, früher abend | Geschrieben von KP in The Beautiful PeopleFriedrichshainDionysien und SymposienBerlin | 0 Kommentare

Ist jetzt zwar auch schon wieder einige Wochen her, aber lieber spät als nie. Oder lieber Späti als Nie-ieh? Wie dem auch sei, waren wir vor ein paar Wochen am Sonnabend unterwegs im Hain und besuchten ein paar von Svens Freunden, wo der allseits berühmte DJ Nick auflegen sollte. In Wirklichkeit saß er da nur am Computer und mixte akustische Dinge zurecht. Aber bei so Elektro braucht man da auch nicht direkt auflegen, sondern kann die Sounds auch aus dem Rechner holen, das passt ja eigentlich auch ganz gut. Allseits berühmt ist er glaub' ich auch nicht, der Nick. Na egal...



Der Boden wackelte ganz gewaltig beim Tanzen, der Maki hatte sich Handpuppen an die Hände geklebt, eine Sonnenbrille an die Augen geklebt, und die Kapuze um den Kopf geklebt. Es hieß, er fuhr 'ne Pappe. Wie das meistens so ist, hingen wir dann alsbald alle nur noch in der Küche rum, wo die coolen Leute dann nun mal rumhängen, und so. WG-igerweise hing am Kühlschrank solch ein Magnetset aus einzelnen mit Worten bedruckten Schildchen. Da konnte man dann schööön dichten, wenn man wollte. Für manche waren da aber einfach zu wenige Artikel drin. Aber wo kriegt man sonst schon pappefahrende Makis zu Gesicht?

 
11. Juni 2009, Mittagszeit | Geschrieben von KP in FriedrichshainBerlin | 0 Kommentare

Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, gab es da vor meiner Grundschule so einen Park - genauer gesagt den Hertzbergplatz - in dem es eine Wiese gab, die im Sommer allvormittäglich von einem Gartenpflegespezialisten sorgfältig gesprengt wurde. Alle Kinder, die aus der Schule kamen, wollten selbstverständlich unter dem Rasensprenger spielen und sich erfrischen und dabei ungewollt den feuchten Rasen zertrampeln. Der Gärtner, solche Leute gab es damals noch im reichen Berlin, jagte regelmäßig mit dem Rechen hinter uns her.



Später wurden solche Spielereien dann in ganz Berlin, mit Ausnahme des Regierungsviertels womöglich, abgeschafft, und sämtliche Parkanlagen vertrockneten im Sommer. Die Gartenbauleute sind wahrscheinlich fast alle arbeitslos. Doch neuerlich lief ich am Lenbachplatz vorbei und konnte mal wieder so ein Gerät entdecken. Es bewässerte dort eine Hecke - oder das, was mal eine werden soll. Dabei regnete es.

Es hat den Anschein, als versuche man zaghaft, die Kunst der Pflanzenbewässerung neu zu erlernen. Viel Erfolg dabei. Hoffentlich werden die vermeintlichen Erfolge nicht dadurch getrübt, dass es von Natur aus gerade nicht so trocken ist.

 
09. Juni 2009, früher abend | Geschrieben von KP in Rated KBerlin | 0 Kommentare

Am 23. Mai, passend zum Tag des Grundgesetzes, oder Tag der offenen Tür in der Hamburger Landesvertretung am Tag des offenen Grundgesetzes...äh, also, da war ich abends draußen und bekuckte mir mit der bezaubernden Sonja die Veranstaltung A Wall Is A Screen.



Obwohl ich zunächst eigentlich zu faul war, überhaupt das Haus zu verlassen, war es am Ende doch ganz nett, und aus den anfänglichen sechzig Leuten waren am Ende der Veranstaltung irgendwie fast 500 geworden. Es nützt wohl nicht viel, jetzt hier jede Einzelheit wiederzugeben. Die Internetseite von den Hamburgern sagt, wie das ganze funktioniert, und da auch die Filme alle recht sportlich zusammengestellt waren, würde ich es auf jeden Fall wieder mitmachen.

 
19. Mai 2009, früher abend | Geschrieben von KP in Rated KNetz | 0 Kommentare

Es fällt immer deutlicher auf, dass - entweder - die Dinge nicht mehr so häufig wert sind, sich gemerkt zu werden, - oder - eine altersbedingte Senilität bei mir auftritt. Meistens hat man nach dem vergangenen Satz schon wieder vergessen, was man gerade gesagt oder geschrieben hat, und dann muss man sich wiederholen, und alle lachen. Meistens hat man nach dem vergangenen Satz schon wieder vergessen, was man gerade gesagt oder geschrieben hat. Haha, kleiner Scherz. Dennoch ist mir der Gedanke gekommen, dass man sich wenigstens ab und zu die Dinge die passiert sind aufschreiben sollte.



Unangenehmerweise weiss man beim Denken und Schreiben immer nicht, welches Detail man nun zukünftig vergessen wird, da bleibt dann nur alles aufzuschreiben oder sich alles zu merken. Gott sei Dank wurde dafür das Internet erfunden - dafür und für Pornos, wie jeder weiß. Man kann heutzutage alles twittern, in Blogs, Foren etc. posten, und so nach Jahren mal nachsehen, was einem damals so durch den Kopf gegangen ist - und dann durch das 28.8er Modem. Wie beispielsweise folgender Post von mir im Board unseres Abiturjahrganges, das leider durch StudiVZ ersetzt wurde. Aber dafür kommt StudiVZ bestimmt in die Hölle. Wer errät, was das bedeuten soll, bekommt ein Eis.



Viel Spaß beim Spaß.

P.S.: Naja, so kompliziert scheint es mir doch nicht zu sein. Deshalb gibt's dann nur ein kleines Eis für den ersten.

 
12. Mai 2009, abends | Geschrieben von KP in BerlinMicrobloggingRated K | 0 Kommentare



Irgendwann baut mein Freund Sven mal die Phantomlinie, auch wenn manch ein verbohrter Stadtplaner denkt, sie wäre unnötig. Dann fahren wir direkt in den Magnet!

 
12. Mai 2009, abends | Geschrieben von KP in Schimpftirade | 0 Kommentare

Wenn ich dieser Tage durch den Hain lustwandle und mich daran ergötze, die merkwürdige Abstimmung Pro oder Contra Reli hinter mich gebracht zu haben, als einer von fünf Berlinern wie es den Anschein hat, dann penetriert mich schon der nächste - offensichtliche - Hopskäse dieses Superwahljahres. Es scheint, dass die Plakate zur Europawahl nicht einmal mehr von Praktikantensklaven mit Photoshop designt werden, sondern nur noch von Klippschülern. Was auch immer ein "Klippschüler" sein mag:
Die Grünen preschen hervor mit WUMMS. Soll man so eine Partei ernst nehmen, oder überhaupt annehmen, dass sie sich selber ernst nimmt? WUMMS: Das ist ja wohl alles ein schlechter Witz. Die Parolen sind so vage, dass man annehmen müsste, sämtliche deutschen Parteien sind irgendwo auf hoher See und haben von einem Kontinent namens Europa bisher nur Märchengeschichten gehört.
Die SPD hat ein paar Comicgrafiken einerseits, die die anderen Parteien diffamieren sollen, und im Gegensatz dazu noch eine unscharfe Politikerin. Vielleicht auch Mutter / Kneipenbedienung / Sozialarbeiterin oder was auch immer - mit einem schlecht gescannten Foto. Sehr schlecht, dafür speckig-glänzend.
Die CDU tritt an mit Kinderfresser Graf Dr. Hass, jedenfalls schaut er drein, als bisse er dem (un-)geneigten Wähler bei falscher Stimmabgabe höchstpersönlich die den den Wahlkuli haltenden FInger ab. (Wird auf der Wahlkampfparty dann gewiss mit Chianti an Hypothalamus serviert).
Bei der FDP ist nur der Vorname der Kandidatin besonders groß geschrieben, den Doppelnachnamen kann man dafür überhaupt nicht erkennen. Ich bitte Sie, soll ich das wirklich ernst nehmen? Wenn schon seitens der Parteien ein dermaßenes Desinteresse an Europa besteht, was soll dann erst der Wähler empfinden?

 
01. Mai 2009, früher abend | Geschrieben von KP in Dionysien und Symposien | 0 Kommentare

Humm, trotz fortgeschrittenen Alters, und der Reife und Unjugendlichkeit die damit eigentlich einhergehen sollte, feiert man doch manchmal noch recht feuchtfröhlich. Vor allem feucht, wenn am 30. April dann die Wasserwerfer anrollen, und auf die Tränendrüse gedrückt wird - mittels Tränengas. Naja, man sollte halt nicht zu betrunken auf die Straße gehen, oder mal lieber nen schönen Spieleabend machen. Andererseits...

 
02. April 2009, früher nachmittag | Geschrieben von KP in BerlinFriedrichshainMicroblogging | 0 Kommentare



Hach, wie schön, es scheint, als wäre der Frühling da - aber da kommt bestimmt noch das dicke Ende hinterher: es wird gleich Herbst oder sowas. Nunja, ich war gestern jedenfalls schon mal im Volkspark. Es roch nach Grillkohle und die Vögel zwitscherten, es roch nach Bier und die Punks zwitscherten, es roch nach zartem Frühlingsschweiß und die Frisbees und Volleybälle zwitscherten mir am Kopf vorbei, dass man den Luftzug spüren konnte. Jaja: der Frühling. Mehr davon, mehr!

 
02. April 2009, Mittagszeit | Geschrieben von KP in WissenswertRated KMicrobloggingBerlin | 0 Kommentare

Huhuhuuuh! Da bin ich schon wieder mit einer kleinen Neuigkeit zur mysteriösen Phantomlinie. So neu ist die Neuigkeit eigentlich gar nicht, denn genaugenommen fabuliere ich nun noch einmal über die Schlossstraße in Steglitz, und deren U-Bahnhof wurde schon Anfang der 70er Jahre gebaut.

Wie ich schon erwähnte, sollten die Züge der U9 und der - huhuhuuuuh - Phantomlinie U10 an der Schlossstrasse am selben Bahnsteig und in dieselbe Fahrtrichtung halten. Dafür mussten die Linien dann aber mit ihren Richtungen, Gleisen und Ausfädelungen irgendwie die Ebene wechseln. Wie das geschah beschreibt diese Seite, die von einem "komplizierten Überwerfungsbauwerk in Höhe der Muthesiusstraße" spricht. Ich habe dazu, als Geisterjäger der Phantomlinie, der ich mittlerweile aus irgendwelchen freakigen Gründen geworden bin, gestern nacht um halb drei ein Modell gebastelt - aus Karteikarten, UHU und Filzstiftlinien:



Also, äh, links wäre dann Südsüdost, rechts und rot der Bahnhof Schlossstraße mit seinen beiden übereinanderliegenden Bahnsteigen und der betriebsinternen Bezeichnung Slu und Slo.

Tja, warum neuerdings so eine Besessenheit eingetreten ist, weiß ich mal wieder auch nicht, aber eigentlich konnte ich mir das einfach nicht so recht vorstellen: Allein der Begriff Überwerfungsbauwerk hat mich schon entzückt, und die dreigleisige Ausführung auf zwei Etagen, südlich jenes Berliner U-Bahnhofs, der wohl mit zu den hässlichsten der Welt gehören dürfte (Sichtbeton gehört nicht grau angestrichen, das macht alles kaputt!!!).

Immerhin habe ich noch einen Stapel Karteikarten übrig. Wenn es mal wieder nachts um halb drei langweilig ist, kann ich ja noch die restliche Phantomlinie nachmodellieren. Bleibt nur noch das folgende mysteriöse Detail: Die Planungen waren schon dermaßen weit fortgeschritten und die BVG so von ihrer zukünftigen neuen U-Bahnlinie überzeugt, dass sie ihr sogar schon eine - ich muss sagen, phantomeske - Linienfarbe gaben, nämlich SCHWARZ! Huhuhuuuuh...

 
01. April 2009, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Rated KNetzMicrobloggingBerlin | 0 Kommentare

...oder lasst es lieber bleiben! Denn im Café Moskau, von dem ich immer dachte, es wär ein außen wie innen mehr oder weniger warmweiß gekacheltes Moloch, scheint einerseits die Zeit stehengeblieben, andererseits die Preise hochgetrieben zu sein - kleiner Reim, haha..ha. Kaputtmachen sollte man da jedenfalls vermutlich nichts, da zahlt man sich sonst dumm und dämlich!



Bin gestern durch Zufall mal auf deren Internetpräsenz gelangt, und es hat den Anschein, als wäre der Laden entweder nie benutzt worden oder jemand hätte da tatsächlich renoviert. Wahrscheinlich 'ne Mischung aus beidem?! Jedenfalls können sich die Räume da drinnen (von denen ich gar nicht wusste dass es sie gibt, weil ich das immer nur für ein Café gehalten habe) sehen lassen. Am besten gefallen mir momentan der Salon Riga, der Salon Kaukasus und die Nachtbar im Keller, die sieht nämlich aus wie eine Lotterpinte auf der Voyager, wenn die Leute von der Sternenflotte nicht solche Spiesser wären (Mal abgesehen von Jean-Luc Picard und seinem Weinbau in Warpgeschwindigkeit).

Jedenfalls will ich da unbedingt mal rein, sollte es mal eine interessante Veranstaltung darin geben. Kaffee wird es da ja bestimmt nicht mehr geben, heutzutage - oder noch besser: 'ne zünftige Molle - da muss ich wohl darauf warten, dass mich mal irgendwer dahin einlädt.

 
31. März 2009, später abend | Geschrieben von KP in WissenswertSchimpftiradeRated KNetzMicroblogging | 0 Kommentare



Jupheidie und jupheida: Da hab ich nun endlich einen monströsen Monitor, auf dem auch noch die Buchstaben HDMI und FullHD prangen, und plötzlich gibt es in Staffel 20 die Simpsons auch in HDTV. Suuuper! Jetzt brauche ich also nur noch, öhm, einen Fernsehsender der HDTV überträgt, oder die Simpsons auf BluRayDisc, dann ein HDMI-Receiver, oder ein BluRayDisc-Laufwerk, ein HDMI-Kabel, eine Soundanlage, ein.... ach, ich geb's lieber gleich auf! Ist doch trotzdem nur eine Trickfilmserie. Scheiß Zukunftstechnologie!

Aber ein neues Intro gibt's dafür. Wen's interessiert: Gibt's auf YouTube bestimmt!

 
23. März 2009, später nachmittag | Geschrieben von KP in Rated K | 0 Kommentare

Nun schon seit einigen Wochen geistert hier in meiner Umgebung die Phantomlinie durch die Gemüter. Das heisst, von Mario über Sven kam sie in unsere allabendlichen Gespräche - und bei so einem Phantom muss man viel besprechen und erklären. Denn die Phantomlinie - huhuhuuuuh - von der wissen wahrscheinlich die meisten Berliner nicht, und schon garnicht die Nicht-Berliner, was sie denn überhaupt ist.

Es war einmal vor langer langer Zeit, da war Berlin so unermesslich reich, dass nicht einmal die zehn reichsten Könige von Europa sich hier ein Stück Land für eine Telefonzelle hätten kaufen können, denn mit dem Reichtum kommt ja auch immer der Geiz und die phanastesken Immobilienpreise. Wie dem auch sei, egal wie die Immobilienpreise nun waren oder nicht waren, war Berlin so reich, dass es sich überlegte, viele unterirdische Bahnstrecken zu bauen und die oberirdischen Straßenbahnen dafür wegzumachen. Gesagt getan: Ende der 50er Jahre, oder Anfang der 60er, eröffnete man die U-Bahnlinie 9, damals noch Linie G, alsbald die Linie H, die heutige U7. Und da es zuvor schon die Linien A, B, C, D und E gab, fehlte ja noch - genau - die Linie F. Die Straßenbahnen machte man weg in Westberlin - genauso wie das unermesslich reiche Berlin es schon immer vorhatte.

Und diese Linie F ist die - huhuhuuuuh - Phantomlinie! Wenn man mal am Alexanderplatz in die U-Bahn steigt und nach Friedirchshain will, sieht man eine grooooße phantomeske Halle mit vier Gleisen. Innen fährt die U5 und außen führe, wenn sie denn gebaut worden wäre, die - huhuhuuuuh - Phantomlinie. Sie würde heute aber nicht Linie F heissen, sondern - huhuhuuuuh - U10! Jaja, die U10. Man plante bereits in den 20er Jahren, dass die U-Bahn vom Alexanderplatz nach Friedrichsfelde fahren müsste, und nach Weißensee. Gesagt getan, und als man mit dem U-Bahnbau unter der Großen Frankfurter Straße fast fertig war und auch unter der Greifswalder Straße nach Weißensee bauen wollte, da kam - padautz - die Weltwirtschaftskrise. Die machte, dass man keine Phantomlinie Linie F bauen konnte. Als der Führer sich überlegte, dass auch die Welthauptstadt Germania auf eine U-Bahn nach Weißensee nicht verzichten könnte, kam genau nicht der Endsieg und es gab wieder keine Linie F, die größenwahnsinnigerhalber mit ihren verschiedenen Abzweigen dann FI, FII und FIII geheissen hätte - ist auch besser so.



Und dann waren schnell die reichen, aber isolierten Westberliner Kalt-Kriegs-Jahre. Der Westberliner Senat war so scharf auf viele U-Bahnlinien, wie Homer Simpson auf ein kaltes Bier an einem heißen Weihnachtsmorgen. So wurde immer wieder irgendwie an der - huhuhuuuh - Phantomlinie rumgedoktert rumgebaut. Und wenn man mal genau hinsieht, sieht man das an einigen Stellen noch heute: Beispielsweise am Alexanderplatz. Oder an der Schlossstraße. Dort nämlich liegen zwei identische Bahnhöfe, mit insgesamt vier Gleisen, übereinander, werden aber je nur zur Hälfte genutzt. Von der U9 und man hätte hier toll umsteigen können. An dieser Stelle nutzt die U9 im übrigen die Gleise der zukünftigen - huhuhuuuuh - Phantomlinie U10. Besser kommt's noch am U-Bahnhof Rathaus Steglitz, wo gleich der ganze Bahnsteig für die U10 von der U9 genutzt wird. Der eigentliche Bahnhof für die U9 liegt in einer Kurve Richtung Südosten, hat zwei Außenbahnsteige und eigentlich auch eine bessere Anbindung an die S-Bahn. Das sind aber auch die einzigen Stellen in Berlin, an der man tatsächlich irgendeine Bauvorleistung für die U10 richtig benutzen kann.

Die U10 hätte, wäre sie denn tatsächlich gebaut worden, in etwa die Strecke des M48er-Busses genutzt. Also von südlich Steglitz von der Drakestraße kommend, über Rathaus Steglitz, Walther-Schreiber-Platz, parallel zur S-Bahn zum Innsbrucker Platz, wo es schon einen im Rohbau fertigen Bahnhof unter dem der U4 gibt, weiter zum Kleistpark, wo es, wer hätte das gedacht, auch schon einen im Rohbau fertigen Bahnhof unter dem der U7 gibt, weiter zum Potsdamer Platz, wo es, zur Abwechslung mal, einen im Rohbau fertigen Bahnhof gibt, die Leipziger Straße entlang zum Alex - und weiter nach Weißensee. Manche UFO-Gläubige des Internets sind der Meinung, die Fussgängerunterführung an der Jerusalemer Straße sollte einmal ein Zugang zu einem U10-Bahnhof werden. Ich halte das für übertrieben und will erstmal Beweise dafür sehen. Kurz vor der Spree Richtung Nordosten gab es schonmal ein Stück Tunnel für die - huhuhuuuuh - Phantomlinie. Das wurde aber zugunsten eines Fundaments für ein Haus mit Beton verfüllt. Verfüllen ist auch ein schönes Wort, das sei bei der Gelegenheit mal angemerkt.

So ist das mit der - huhuhuuuuh - Phantomlinie also wirklich. Eines Tages werde ich mir die ganzen ulkigen Relikte mal selbst anschauen, wenn die BVG es mal wieder erlaubt. Dann gibt es hier vielleicht auch einen Artikel "Die Phantomlinie [2]". Doch der bleibt zunächst auch noch ein Phantom - huhuhuuuuh! Wer mehr über die - huh - Phantomlinie lesen möchte, der kuckt hier:

U10 bei Wikipedia
U10 bei berliner-untergrundbahn.de
U10 bei bahninfo.de
U10 bei lostplaces.de

...oder selber googeln.

 
22. März 2009, Mittagszeit | Geschrieben von KP in NetzMicroblogging | 0 Kommentare

Ach ja, die Achtziger... Wie man damals noch mit solch flippigen Klamotten jede Horrormeldung besser verdaulich machen konnte! Ein Blick in den Tagesschau-Zusammenschnitt auf Jutuub lohnt sich auch insgesamt:


 

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