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Da ist der August, und irgendwie das Ende des Sommers schon zu riechen. Schleckt Nogger Choc, geht zum Baggersee, lest Sterne Sterne Mietskaserne! Der Sommer ist zu kurz, als dass man ihn mit Alltäglichkeiten wie Arbeit, Schule oder Klatschromanen vergeuden könnte.

Wie Ihr wisst, sind die meisten Blogartikel hier öffentlich, für einige ist jedoch eine Anmeldung notwendig. Sie verlangt nur einen Benutzernamen und eine gültige E-Mail-Adresse, also kein großes Ding. Wer das nicht will, muss auf einige wenige Texte und Bilder verzichten. Wer meint, sich das leisten zu können: bitte!

Ich versuche den Laden hier einigermaßen aktuell zu halten. Da der Sommer jedoch neben dem Internet auch noch aus Eis und Badengehen besteht, kann es manchmal zu Wartezeiten auf den nächsten Artikel kommen. Ich bitte dies duldsam zu entschuldigen. Über Fragen und Antworten freue ich mich. Wer welche hat, kann mir mailen. Skype und ICQ geht natürlich auch.

Viel Spass beim Lesen!


Weblog


27. August 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in Microblogging | 0 Kommentare

Jaja, nichts los hier, obwohl Dinge passiert sind. Aber alle, die ich kenne gehen sowieso gerade weg. So, wie es sich anfühlt, für immer - auch wenn das gegebenenfalls nur ein paar Monate sind. Naja, jedenfalls wird der Sommer wohl oder übel wieder zu Ende sein wenn man einige Leute wiedertrifft. Kann man nichts machen. Da lacht sich der Herbst dann ins Fäustchen.

Lange nichts mehr gewesen hier, obwohl Dinge geschehen sind. Die hatten aber leider keinen Internetanschluss in der Nähe. Ich mach das mal die nächsten Tage. Gehe jetzt erstmal malochen. Wenn ich groß bin, will ich auch mal ein Lebkuchen sein!

 
02. August 2008, früher abend | Geschrieben von KP in WissenswertFriedrichshainDionysien und Symposien | 0 Kommentare

Jaja, es ist Wochenende. Und wenn man faul und durstig ist, dann geht man am Wochenende auf Kneipentour. Kennt man ja. Aber heute ist mal alles anders! Erstens: Hier und jetzt gehe ich nicht persönlich einen trinken, sondern lasse das Kerstin Decker tun. Ich schätze, das hier ist sie. Zweitens: Das tut sie nicht heute für mich, sondern schon vor vielen, vielen Jahren. Klingt komisch? Ist es auch.



Ich weiß nicht mehr, wo ich diesen Artikel gefunden habe. Ich glaube, es war auf der Homepage der Tagung, als diese noch eine hatte. Über das Jahr kann ich keine Auskunft geben, aber da noch alte Rechtschreibung drin ist, muss der Artikel schon etwas betagter sein, das merkt man auch am Inhalt. Es war mindestens so anstrengend, den Artikel abzutippen, wie ihn selbst zu verfassen, habe ich das Gefühl. Irgendwie bekommt man auch Durst.

Ich will hier eigentlich keine Jammereien von wegen Copyright-, Urheberrechts- und Geistiges-Eigentum-Verletzung. Ich hoffe mal, Frau Decker und Ticket, oder woher der Artikel auch immer kam, drücken ein Ooge zu, wa! Ich hielt und halte es für notwendig, den Trinkenden der Welt, den Touristen zwischen Internet und Freidrichshain und allen anderen Interessierten dieses Wissen rund um die Simon-Dach-Straße nicht vorzuenthalten.




Friedrichshain
Die Szene wandert. Von Kreuzberg, Prenzlauer Berg drängt sie nach Friedrichshain, in den alten Arbeiterbezirk. Ein Kneipenabend.

Es gibt Dinge, die kann man gar nicht mehr richtig schätzen. Zum Beispiel die Einteilung von vierundzwanzig zusammenhängenden Stunden in Tag und Nacht. Das ist ungemein übersichtlich, und wenn man in der Stadt wohnt, braucht man das auch. Zum Beispiel im Friedrichshain. Früher drängten sie über die Warschauer Brücke und man wusste sofort: 7 Uhr, Sonnenaufgang, Schichtbeginn im Glühlampenwerk. Nachmittags dann der Rückstau, Sonnenuntergang, Feierabend. Später war eigentlich keiner mehr so richtig draußen.

Heute strömen sie wieder über die Brücke, aber man weiß überhaupt nicht mehr, wie spät es ist. Nur 7 Uhr ist es nie. Schichtbeginn! Denke ich, sehe auf die Uhr: Zwei. Nachts. Da steht die fahle Narva-Fassade, nichts mehr dahinter, nur der Mond schaut als 40-Watt-Birne verkleidet durch leere Fensterhöhlen. Und die Typen vor mir, nicht eine Woche Akkord an der Glühfadenschneidmaschine würden die durchstehen. Fünfzehn Bier, mindestens. Es gibt nichts mehr zu arbeiten, aber ungeheuer viel zu trinken im Friedrichshain. So haben sie sich an den Fließbändern immer den Kommunismus vorgestellt. Kommunismus? Unfug! Harte Arbeit ist das, sich von der 'Deponie No. 1' (sie war die erste von den Neuen) bis zur 'Knorre' durchzutrinken. In der Simon-Dach-Straße zum Beispiel besteht die rechte Straßenseite nur aus Kneipen. 'Conmux', 'Daneben', 'Pentascop'...So kommt doch kein Mensch vorwärts. Früher hatten die Kneipen hier Namen, da konnte man sich noch was drunter vorstellen: 'Die blaue Ecke', 'Gleis 15', sicher eine Abstellschiene, 'Bock's Bierbar', 'Juhnkes Bierbar'. Die meisten die drin saßen, hatten einen Sprachfehler. Sie sprachen entweder zu langsam oder zu schnell. Auf 'Gleis 15' rangiert seit letztem Sommer ein großer schöner Italiener, innen ganz gelb; und auch 'Die blaue Ecke' ist längst Alkoholikergeschichte. Nur 'Bock's' ist noch übrig. Umstellt von all den jungdynamischen Lokalen, die immer voll sind, obwohl sie ziemlich komisch aussehen. Keine Tapeten an den Wänden, nur nackte Steine und manchmal ganze Scheunentore draufgenagelt. Anstatt praktische Neonröhren Kerzen, große Leuchter. Kann doch kein Mensch mehr erkennen, was er trinkt. Trinken ist eine sehr ernste Sache, nichts für Romantiker, denken die Alten aus den alten Kneipen und kommen nicht herüber. Also 'Deponie', 'Conmux', 'Daneben', 'Pentascope'. Vorm 'Daneben' hängt eine große Eisentafel. Am 1. Mai 1945 haben Walter Ulbricht und Genossen hier zum ersten Mal die Grundlagen einer völlig neuen Ordnung beraten. Wirklich unfair, dem 'Daneben' jetzt die Schuld zu geben. Guten Rotwein haben die hier, und die Pizzen sind auch immer besser geworden.

Im Mai! Da hätte Ulbricht schon draußen sitzen können. Was fallen einem doch im Mai für Gesellschaften ein! Im 'Pentascope' ist der Beo weg. Er hat zu jedem "Du Arschloch" gesagt und unglaublich schmutzig gelacht dazu. Gut, dass Ulbricht da nicht reingegangen ist. Je mehr man getrunken hatte, desto besser konnte man sich mit ihm unterhalten. Mit dem Beo. Ansonsten ist alles sehr gedämpft, überall, und man muss schon ganz schön vorrücken mit dem Korbstuhl, um die Gespräche am Nebentisch mithören zu können. "Ick bin die Brigitte, wa! Verstehste? Kann ick mir setzen?" Sowas passiert nur ganz, ganz selten. Eigentlich kommt Brigitte bloß im Sommer.

'Dachkammer'. Halbzeit. Mitternacht. Sehr gutes Chili con Carne und ein wunderbar staubtrockener Rotwein, französischer Merlot. Man könnte stundelang nur auf den Fußboden schauen, zuerst ist da Holz, dann etwas Keramik, eine Treppe, schließlich Parkett. Und ganz hinten eine Wandtäfelung aus lauter alten Türen. Schade eigentlich, dass sie in der 'Tagung' jetzt soviel DDR-Altlasten abgehängt haben. Ich setze mich auf den Liebknecht an der Theke. Oder ist das ein Marchlewski? Die Büste hat Barhockerhöhe. Von hieraus sah man immer so einen Rotarmisten mit Besen: "Es kommt auch auf Dich an, Genosse!" Klar, das weiß jeder nach der dritten Runde, aber deshalb hätte das Plakat doch bleiben können. "Halt! Staatsgrenze! Weitergehen verboten!" steht über der Tür. Aber ich muss noch bis zur 'Knorre'. Ein harter Weg: 'Treskow', das 'aché', ganz neugriechisch, 'mittendrin'. Ziemlich spät schon. Zu spät für die 'Knorre', die seit letztem Herbst fast wieder so ist wie 1913, als sie noch 'Logen-Casino-Restaurant-Festsaal' hieß. Muß ohnehin jeder selbst anschauen, selbst hören, selbst tanzen. Aber heute nicht mehr. Heute überhaupt nichts mehr.

Sonntag. Frühstück draußen vorm 'Conmux'. Gleich geht die Sonne unter. Ganz schön schräg, wie sie da hängt über den Häusern. Eine von uns beiden muss die falsche Uhrzeit haben. Sie!

Denn wir sind ja viel mehr. An allen Tischen ist Frühstück. Großartiges Büffett. Und sie geht unter. Manchmal hilft die Unterscheidung von Tag und Nacht eben auch nicht weiter. Schon garnicht im Friedrichshain.. Schon garnicht im Friedrichshain.


Hier kann man hervorragend sehen, wie im Laufe der Zeit sich die Kneipenstruktur gewandelt hat. Vor allem interessant für diejenigen, die die Kneipenstruktur des Friedrichshain nicht im Kopf haben:

Bock' Bierbar
Juhnkes Bierbar
Die Tagung
Knorre
Pentascope
Conmux
Dachkammer
Treskow
aché
mittendrin
Gleis 15
Deponie No. 1
Daneben
Die blaue Ecke

naja, und nicht zu vergessen: Narva, das ehemalige Glühlampenkombinat. Was interessanterweise überlebt hat, obschon etwas abseits vom Schuss, oder gerade deswegen, ist die Glühlampe an der Rudolfstraße/Lehmbruckstraße. Bei den meisten Locations kann ich nicht ausmachen, wo sie sich mal befunden haben könnten. 'Bock's Bierbar' hat Straßenbahngleise auf dem Bild, ich tippe daher auf die Wühlischstraße. Aber sonst...? Ich habe mal irgendwo ein Foto vom 'Krossener Eck' gesehen Selbst diese eindeutige Bezeichnung ist nicht genug Hinweis, um heute noch ermitteln zu können, um welche Ecke der Krossener Straße es sich handelte, so sehr hat sich der Friedrichshain verändert. Das macht auch den hartgesottenen Trinker melancholisch...

Jetzt hab ich Durscht!

 
28. Juli 2008, vormittags | Geschrieben von KP in Rated KWG | 0 Kommentare

...heißt es bei uns schon seit einiger Zeit. Traurigerweise ist diesem flehenden Tatsachenbericht noch nichts richtiges gefolgt, was den Umstand der Zimmerfreiheit beheben könnte. Die Herrschaften die ein Zimmer suchen sind sich offensichtlich zu fein, einen Raum in unserer WG zu beziehen, der nur vom Hausflur zugänglich ist und nicht von der Wohnung, der im Erdgeschoss liegt, und der saftige sechsundzwanzig Quadratmeter groß ist, für läppische 250 Kronen im Monat. Zugegeben: momentan wirken die grellbunten Farben an den Wänden noch etwas grenzwertig, aber demnächst werde ich den Raum mal in einem fröhlichen Schwarz streichen, dann ist doch alles schön.



Wer dann also kein Problem damit hat, über einer Bowlingbahn zu wohnen - und unter einer Bowlingbahn, und wer sich nicht fürchtet, wenn über ihm bald eine Kellerwohnung frei wird, haha..ha, der darf gerne bei uns wohnen. Wir sind ein fideler Haufen, der Brettspiele, Alkoholismus und Menschenopfer liebt, und viele eklige Insekten und Kopffüssler als Haustiere hält.

Da das Zimmer jetzt schon seit ein paar Wochen mehr oder weniger leer steht, habe ich mich neulich mal mit Mario und viel Bier da reingestetzt und Musik gehört. Mit iPod und Infrarotlicht! Es wurde schnell laut und sehr heiß. Das hat zwar Spaß gemacht, aber ich habe irgendwie die Befürchtung, dass das die einzige Nutzungsmöglichkeit für das Zimmer bleiben wird. Tja...


 
28. Juli 2008, vormittags | Geschrieben von KP in FriedrichshainRated K | 0 Kommentare

Wo andere schimpfen, dass eine Bande langhaariger ungewaschener Penner der Zukunft im Wege stehe, bin ich mit eben jenen Pennern der Meinung, das Friedrichshain-Kreuzbergs aktuelle Großinvestitionsidee überflüssig ist. Gugelt man nach Mediaspree, so findet man schnell sämtliche Fronten, die sich mit dem Thema beschäftigen, darum möchte ich hier nicht näher darauf eingehen. Die großartige Abstimmung dazu war ja auch schon vor Wochen, sodass ich hier im Grunde nicht mehr ganz aktuell bin.



Auf jenen Abstimmungsbögen bestätigte sich dann, was mir ignorantem Unhold eher wie eine Art Witz vorgekommen war: Die Friedrichshainer Bergpartei warb nämlich mit einem Plakat, auf dem die Ankreuzmöglichkeiten JA, JA und A abgebildet waren. Ich hielt das zunächst für eine Aufforderung, auf jeden Fall mit 'Ja' zu stimmen, und das letzte 'A' für ein Ja dem man das J weggenommen hatte - einfach nur damit es witziger ist.
Als ich dann am Wahlsonntag meine Wahlbenachrichtigung mal aufmachte, stellte ich fest, dass es sich tatsächlich um eine Art Dreifachabstimmung handelte, bei der man in der Tat, zwischen Ja und Nein, Ja und Nein und A und B wählen konnte. Verstanden jetzt? Keine Angst: Ich hab ja ein verschwommenes Bild dazu:



Jedenfalls öffnete mir das ganz schön die Augen, obschon ich schon stutzig hätte werden müssen, als die Mediaspree-Versenkungs-Demo an meinem Fenster vorbeidefilierte, und der Megafonmann immer forderte, für Ja, Nein und A zu stimmen.

Naja, man sollte die Bergpartei vielleicht doch mal ernst nehmen.

 
28. Juli 2008, morgens | Geschrieben von KP in NetzKonsolenkind | 1 Kommentar

Habe mir kürzlich bei Ebay ein Gamepad gekauft. Früher hieß das mal Joypad, wahrscheinlich wurde der Begriff geändert, weil das zu rotlichtig klang. Das ist jedenfalls ein Eingabegerät an Computern und Spielekonsolen, mit dem man steuert was auf dem Bildschirm in einem Spiel geschehen soll. Bekanntestes Exemplar ist wohl Momentan dieser weiße Knüppel, mit dem die Leute in der bunten und quiekenden Abteilung des Mediamarktes aussehen wie vom Mediamoskito gestochene Hauptschulschwänzer - was sie in der Regel auch sind.

Diese neue Errungenschaft jedenfalls erlaubt es mir, meine Zeit noch unsinnvoller zu nutzen, und auf Millionen und Abermillionen von Computerspielen zuzugreifen, von denen ich in meiner Kindheit nicht einmal zu träumen wagte. Da ich aber die meisten Spiele für das halte was sie auch sind - nämlich Müll - erquicke ich mich an den Hits, die ich zwar früher irgendwie mal interessant fand, die ich aber nicht gekauft hätte oder die es hierzulande einfach nicht zu kaufen gab, oder spiele alte Krücken, die ich zwar besitze oder mal besaß, die aber inzwischen kaputt, verkauft oder verlorengegangen sind.

Eins dieser Spiele für das Super Nintendo heißt Rocky Rodent. Ich habe davon, wenn ich mich recht erinnere, das erste mal in der EGM im Jahr 1993 gelesen. So richtig interessant hätte ich das Spiel an sich wahrscheinlich schon damals nicht gefunden, aber US-amerikanische Zeitschriften hatten auch früher ganz doll bunte doppelseitige Werbeanzeigen, die viel pfiffiger waren, als die Anzeigenlangeweile, die es bei uns gab.



Jetzt jedenfalls habe ich das Spiel nochmal im Internet gefunden und ausprobiert, und gleich fiel mir wieder ein, was daran so merkwürdig war: Rocky ist ein Nagetier, wofür Rodent auf englisch steht, wie ich kürzlich herausgefunden habe, das irgendwie die entführte Tochter eines von der Mafia geplagten Restaurantbesitzers retten muss...und so. Naja, einfaches Jump'n'run halt. Allein, der Nager rennt in roten Chucks und gelbem Muskelshirt durch die Stadt, seine Zunge hängt immer so gierig raus, und - jetzt kommt's - findet ab und an eine Dose Haarspray, welche seine Frisur in vier unterschiedliche Hairdo-Stadien verwandeln kann mit denen er sich gegen windige Gegner wehren pflegt.



Als wahrscheinlich letzter Mensch der Welt den die Leserschaft hier kennt und der Haarspray mag, bin ich von diesem Gimmick ganz besonders beindruckt. Ich kann nur sagen: hip! Dass das Spiel an sich im Grunde nichts Besonderes ist, fällt dadurch schon mal nicht mehr so auf. Außerdem ist das eindeutig beindruckender als Marios blöder Pilz und Pac-Mans komische Punkte! Ich muss dann auch los: Nagetier spielen...

 
30. Juni 2008, früher abend | Geschrieben von KP in WissenswertWGRated KNetz | 0 Kommentare

Da man beim Herannahen einer Fußballmeisterschaft immer überlegt, wie das denn beim letzten Mal alles war, haben wir uns hier in der Küche diesmal vorgenommen, alle Spielergebnisse der Fußballeuropameisterschaft zu notieren, was dann auch gemacht wurde, dann ins WG-Tagebuch zu übertragen, was dann auch gemacht wurde, und hier im Internet abzubilden, was jetzt auch gemacht wird:





Und in ein paar Jahren werde ich diesen Artikel nochmal verlinken. Bis dann!

 
25. Juni 2008, nachmittags | Geschrieben von KP in Rated KKültürverein | 0 Kommentare

Ich beschrieb ja bereits das Konzert von Ania Et Le Programmeur als Auftakt zu 48 Stunden Neukölln. Tatsächlich wirkte das Konzert bei unserem Eintreffen recht improvisiert. Unter einem Partyzelt waren nur Mischpult, Verstärker und zwei Musiker aufgebaut. Mit Steffen saß ich natürlich in der ersten Reihe auf Liegestühlen, was sich noch als Sitzposition mit Ohrenbetäubungsfaktor erweisen sollte. Soll heißen: Es war laut - ganz laut. Nach vier Sekunden des Soundchecks brüllte bereits der erste Neuköllner von seinem Balkon, was denn der Scheiß solle. Er wurde alsbald mit dem richtigen Konzert übertönt, und stand nur noch mürrisch mit dem Feldstecher in seinem vierten Stock.



Musikalisch war's recht interessant und meist auch zu erkennen, was gemeint war. Das Problem war nur, dass den beiden Herrschaften eine Monitorbox oder ähnliches fehlte, sodass sie hinter den Lautsprechern stehend nicht genau mitbekommen konnten, wie das ganze denn nun vorne klingt. Der Gitarrist spielte zwar häufig genug vor den Boxen, sein Mikrofon war aber dennoch zu leide eingestellt. Alles in allem klang es jedoch ganz gut. Zu kurz war es vielleicht, aber: die kommen wieder!

 
25. Juni 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in The Beautiful PeopleRated KKültürverein | 0 Kommentare

Wie ich am Freitagabend mit Steffen nach Neukölln fuhr um Ania et le Programmeur live zu lauschen, musste ich feststellen dass scheinbar das alljährlich stattfindende Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln stattfand. Da wir uns am Freitag aber noch zum Besuch des Dunckers entschieden hatten, blieb nur Zeit die am Weigandufer unter der Wildenbruchbrücke gelegene ehemalige öffentliche Toilette zu besuchen in der der kunstraum t27 einge Installationen untergebracht hatte.





Am Sonnabend spazierte ich nochmals nach Neukölln, draußen war es warm, zwischen Oberbaum- und Warschauer Brücke kam mir erneut die Musikerin des vorabendigen Musikereignisses entgegen, die theoretisch dann wohl Ania heißen müsste. Ich lief dann bis zur ehemaligen Neuköllner Hauptpost. Komisch, scheinbar ist in Neukölln alles ehemalig. Auch darin waren einige Interessantheiten installiert, insbesondere die Stahlskulpturen hatten es mir und die gläsernen Esel es den meisten anderen Besuchern angetan. Beeindruckend, irgendwie.



Mein eigentliches Ziel war die Lichtinstallation unter der Ringbahnbrücke an der Karl-Marx-Straße, allerdings fiel mir alsbald auf, das Licht wohl nur im Dunkeln richtig wirkt, was sich wohl auch die Betreiber der Installation dachten, so dass das Licht bei Tageslicht nicht leuchtete.
Am Eckhaus Emser Straße wurden die Bewohner angehalten, ihre Satellitenschüsseln mit einem Bezug mit Sonnenblumenmotiv zu bespannen. Unter dem Titel Körners Saat sollte das dann auch irgendwas bedeuten. Wieviele an der Ecke dabei mitgemacht haben zeigt das folgende Bild:



In der Passage hingen als überdimensionales Windspiel gedacht in einem Plastikgeflecht genau 800 Papprohre und wiegten sich in der Sommerluft. Am Sonnatg besuchte ich den Keller der Passage. Eine ehemalige Kegelbahn mit verwinkelten Gängen. Die Führung durch die verschiedenen Installationen ging leider viel zu schnell und die geführten Gruppen waren etwas zu groß. Alles in nur einer halben Stunde auf sich wirken zu lassen war recht anstrengend.

Dann nochmal zur Post, über den Umweg der ehemaligen Kindl-Brauerei. Wieder ehemalig. Leider fand das dort angepriesene Projekt nur am Sonnabend-Abend statt.

In der Passage, auf dem Dach der Neukölln-Arcaden und noch auf irgendeinem Hinterhof waren jeweils eine Telexmaschine aufgestellt. Durch Freifunk verbunden konnten die alten rostigen Dinger sogar das Internet empfangen, so gut das nun einmal ohne Monitor geht. Recht beeindruckend, wenngleich auch recht überfüllt. So konnte ich nichts genaueres erkennen, nur, dass man sich unter Umständen mit der Idee des Freifunks mal näher beschäftigen sollte.



Die restlichen Projekte auf dem Dach der Arcaden waren mir ehrlich gesagt rätselhaft. In einer aufgestellten hölzernen Hütte musste man seine Schuhe ausziehen, um reinzukrauchen, ein einfacher Nachbau einer Filmkulisse mit seinen faulen Schauspielern ließ auch nichts interessantes erkennen, und die Sonne brannte einem auf den Kopf.



Dann lieber zum Abschluss ein Chor in der Kirche am Herrfurthplatz. Das war dann nochmal recht erfrischend. Das war ja auch überhaupt das erste Mal, dass ich mir 48 Stunden Neukölln reinzog. Ich muss sagen, es kam mir vor wie 96 Stunden Neukölln. Und es ist absolut unmöglich, sich alles anzusehen was Neukölln an diesem wunderbaren Wochenende zu bieten hat, was aber bestimmt auch nicht der Sinn der Sache wäre. Alles in allem: recht gelungen.

 
19. Juni 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Wissenswert | 0 Kommentare

Wir - das sind wir als Gruppe, ein Anzahl Personen, die von sich als Ganzem spricht. Das nennt sich bekanntermaßen Plural. Seine Majestät, der König von England nennt sich auch Wir. Weil er der König ist, kann er das so machen. Einige Professoren an der Uni kommen zu einigen Feststellungen irgendwie auch in die Pluralform, sind dann davon so überzeugt, dass sie im Folgenden von sich als Urheber und dem Zuhörer als Adressaten gleichermaßen sprechen - da sind wir uns einig! Kein Fragezeichen, sondern ein Punkt oder Ausrufezeichen betonen das stille Übereinstimmen der Meinungen von Vorlesendem und Zuhörendem.

Allein, seit einigen Wochen winkt ja die Fußball-Europameisterschaft aus einigen Alpenländern herüber, das meiner Meinung nach wichtigste Sportereignis gleich nach der Fußball-Weltmeisterschaft. Bedenkt man, dass die Fußball-Europameisterschafts-K.O-Runde in der Regel der Fußball-Weltmeisterschafts-K.O.-Runde minus Argentinien und Brasilien entspricht, so kann man die beiden Veranstaltungen auch fast gleichsetzen. Immerhin sind Brasilien und Argentinien bei der letzten WM recht zügig rausgeflogen. Und Argentinien sogar im Viertelfinale gegen UNS. Und da wären wir schon beim springenden Punkt: eine weitere imposante Form des wir. Diese tritt in der Regel nur alle zwei Jahre im Sprachgebrauch der Deutschen auf, es sei denn ein wichtiges Länderspiel oder ein Krieg brechen zwichendurch aus.

Lauscht man dieser schönen Tage aufmerksam Kneipen- oder Imbissgesprächen, so kann man es immer wieder belauschen: "Die Polen ham wir et ja wieder janz schön jejeben!", "Mensch, jetzt sind wa echt im Vürtelfinale, hätt ick ja nich jedacht!", "Die Österreicher machenwa platt, die hams doch nich druff!". Das Fußball-Wir ist dem Deutschen so eigen, interessanterweise wie das Johlen von Fußballgesängen, wo er sonst dezent die Klappe hält, oder die Annahme eines braungefärbten Vernichtungswortschatzes, wo es eigentlich nur um Fußball geht: Plattmachen, Uffroochen, Überrollen, Rasenblitzkrieg.

Günter Netzer war in seinem Kommentar als wir nach den Siegen gegen Österreich und Portugal die Fußballnationalmannschaft in einer Person, nicht aber wir als Deutschland an sich oder wir als das Team Netzer und Delling.

Ganz im Gegenteil zu dem Umstand der letzten Kriegstage vor knapp sechzig Jahren, als das deutsche Heer in der Heimat irgendwie immer noch wir war, distanziert man sich heute gerne von den Akteuren, die man also nur bei erfolgreicher Spielweise selbst ist: "Jegen Kroatien ham die sich aber nich mit Ruhm bekleckert!". Kein wir mehr, das sind dann die, eine entfernte, fast unbekannte Instanz, nicht antastbar, weshalb man an Gedeih und Verderb keinen Anteil haben kann, Einfluss darauf schon gar nicht. Kismet!

Der Vergleich mit dem Kriege ist sowieso einer meiner liebsten: Zweiundzwanzig Leute üben stellvertretend für Millionen einen Aggressionsabbau, für den man vor hundert Jahren noch gerne bereit war, das eigene Heimatland zu opfern, mitten in Mitteleuropa. Heute hält man sich die richtigen Kriege woanders, man selbst schaut Fußball. Der güldene FIFA-World Cup ist gekrönt von einem fußballähnlichen Erdenrund: Es bedeutet Endsieg. Wer ihn erringt, kriegt ihn in Form eines Sterns auf die Uniform das Trikot geschrieben. Der Fußball fordert keine richtigen Opfer - wenn man vom armen Franck Ribery absieht, der wahrscheinlich bis heute mit gebrochenem Unterschenkel mit dem Letzi-Mobil durch die Schweiz kutschiert wird.

Der europäische Geist ist empfindlich gegenüber anti-pazifistischen Veranstaltungen wie dem Krieg geworden, umsomehr liebt er den Fußball, der den Fußballliebhaber gleichzeitig fremde Nationen hassen und lieben lässt. Beim Public Viewing bellen die Zuschauer wider Luca Tonis Frisur, Bart, Trikot, Torschüsse - in Bayern München lieben sie ihn und alles was dazu gehört: einer der größten Deutschen, wenn es um den DFB geht!

Zum Glück haben wir einen wie ihn, und mit ihm viele andere Fußballer, den wir lieben können, wenn er versagt, den wir hassen können, wenn er siegt - auf der Bühne von FIFA und UEFA. Und umgekehrt im Bundesfußball und bei der europäischen Brüderlichkeit.

Die fazitöse Aussage kann nur sein: Wir, und dabei meine ich auch mal uns alle, sollten uns freuen, dass alle zwei Jahre wieder das lustige wir des Fußballs zu uns kommt, genauso wie die großen Public Viewing-würdigen Fußballveranstaltungen aus dem Fernseher an sich.

 
12. Juni 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Schimpftirade | 0 Kommentare



Wenn der Sommer uns mit seiner ungebändigten Hitze erfreut, neigen die Leute dazu, die gemeine Wassermelone für eine erfrischende Frucht zu halten. Ich muss sagen, dass ich diese Unsitte in kaum einer Weise teilen kann. Seit jeher ist mir die Wassermelone nicht so richtig sympatisch.

Das mag daran liegen, dass mit einer Frucht, die im reifen Zustand außen immer noch grün ist, irgendetwas nicht stimmen kann. Innen rot und außen grün - wäre ich ein Sohn der McCarthy-Ära, würde ich von einem kommunistischen Soldaten ausgehen. Immer wenn man der Meinung ist, beim schlabbernd-schlürfenden Essen der Wassermelone an eine süße und nicht einfach nur wässrige Stelle vorgedrungen zu sein, beißt man auf einen Kern. Das macht die ganze Freude kaputt, sofern man beim Genuss einer Melone überhaupt von einer Freude reden kann: Sich beim Lörsen einer komischen Frucht im ganzen Gesicht mit Melonensud zu benetzen, erinnert eher an eine mittelalterliche Tafel oder einen Schweinestall.

Tatsächlich ist die Melone auch gar keine richtige Frucht: die Wassermelone ist fast ein Kürbis, wobei die Honigmelone fast eine Gurke ist. Konnte der Erfinder der Melone da nichts richtig eigenes kreieren? Beim Brunch befasst man sich meist erst mit der Honigmelone, wenn man schon von dem Frühstücksteil satt, beziehungsweise der Lachs alle ist. Nur so komische Ernährungsoptimisten geben zu diesem Zeitpunkt noch vor, die Melone würde das ganze erfrischend abrunden - pah!

Und nach welcher Frucht ist die Kopfbedeckung benannt, die nur Superschurken wie Alex aus dem Uhrwerk Apfelsine oder geldgierige Zwanziger-Jahre-Großkapitalisten respektive der fiese 'Mann mit dem steifen Hut' aus Erich Kästners Emil und die Detektive tragen? Nach der Melone! Das sagt ja wohl alles! Ich für meinen Teil glaube daran, dass der Sommer mit seiner unendlichen Vielfalt an anderen Früchten genug für uns, den obstgeilen und ernährungsbewussten Stadtmenschen, feilbietet. Wir müssen uns nicht mehr an der mittelmäßigen Melone laben. Obwohl sie schick aussieht wie ich zugeben muss.

 
07. Juni 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in Friedrichshain | 0 Kommentare

Ich bin noch nicht ganz sicher, was sich die Schildbürgerstadt Friedrichshain hier ausgedacht hat, aber bisher sieht's ganz schön bescheuert aus. Es ist mir ein völliges Rätsel, wieso man neben einen bisher völlig intakten Zebrastreifen eine provisorische Ampel gesetzt hat. Vielleicht muss noch etwas Baugeld verbraten werden. Der auf dem Bild zu bewundernde Zustand sieht schon sehr kurios aus, aber um die Wahrheit zu sagen: mittlerweile wurde der Zebrastreifen dicht gemacht und die Ampel angeschaltet. Warum auch immer?!



Mal sehen, was sich hier die nächsten Tage tut. Ich bleibe dran!

 
07. Juni 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in WGSonstigesRated K | 0 Kommentare

Puh schwitz! Das war ja mal eine ganz schon warme Woche hier in der heißen Hauptstadt der Herzen. Kann mich kaum erinnern, wann es das letzte Mal geregnet hat. Aber wer braucht schon Regen? Selbstverständlich kann man dieser Tage nicht die Straßen entlang gehen, ohne dass irgendeine ältliche schlecht gelaunte Frau sich über die unbarmherzige Hitze beschwert. Früher hat's das nicht gegeben. tönt es in der Frankfurter Allee auf dem flimmernden Gehsteig, Scheiß ßee-oh-ßwei! pöbelt der um vierzehn Uhr dreißig Jubiläums Pilsener saufende Malocher in der überhitzten S-Bahn, nicht genau definierend, ob er das Atemabgas der Mit-ÖPNV-Nutzer meint, oder allgemein die Klimakatastrophe.



Schon am ersten Tag, an dem das Thermometer über 23 Grad zeigte, regten sich die Leute auf der Straße auf. Viel zu heiß!, dieselben Leute im übrigen denen der vergangene September mit nur noch 23 Grad viel zu kalt war. Jetzt quengeln alle über die seit Tagen anhaltende Trockenheit. Sieht ja auch komisch aus: Durchgetrockneter Rasen in sämtlichen Parkanlagen erzeugt das Gefühl, in einer Trockensavanne zu grillen, das Schreckgespenst der Waldbrandgefahr rückt somit in die Innenstadt ein.



Ich muss sagen - naturlieb wie ich bin - ich störe mich nicht an der unbarmgherzigen Attacke der Sonne, ich war zwar noch nicht einmal baden dieses Jahr, aber das hole ich schon noch nach, wahrscheinlich wenn das Wetter wieder schlechter ist. Bin ja da immer nicht so schnell.

Die Katzen hier in der Wohnung haben jedenfalls angefangen, immer die Zungen zur Kühlung raushängen zu lassen. Schon ulkig, was die Klimakatastrophe so bewirkt!

 
02. Juni 2008, nachmittags | Geschrieben von KP in Sonstiges | 0 Kommentare

Robert und ich haben uns am katrigen und heißen Sonnabend einen schwarzen Tisch vor mein Fenster gestellt und rumgelungert. Später kam noch Marcus dazu. Es war tatsächlich sehr heiß, wie jeder Mensch mit gesundem Sinn für Temperatur wahrscheinlich selbst gemerkt hat. Ich bin sogar ganz wenig braun geworden. Wir tranken Kaffee und später Bier. Erfrischen konnte beides nicht so richtig. Es war so heiß, dass ein Kerzenwachsfleck auf dem Tisch zu einer Kerzenwachspfütze geworden ist.



Mann, war das heiß...

 
29. Mai 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in SonstigesDionysien und Symposien | 0 Kommentare

Es scheint, dass die alte Schultheiss-Granate gerade wieder gehypt wird. Möglicherweise verkaufen sich Berliner Biere nicht mehr so gut, seit man an jeder Ecke Augustinerbiere zu horrenden Preisen hinterhergeworfen bekommt. Logisch, dass da was altbekanntes und angeblich klassisch berlinerisches her muss. Gleichzeitig erinnert die Pulle auch ans hippe Astra.






Prost!

 
24. Mai 2008, später nachmittag | Geschrieben von KP in Netz | 0 Kommentare



Was schon lange abzusehen war: Man kommt scheinbar heute nicht mehr ohne eine eigene MySpace-Seite aus. Ich habe ja auch seit Ewigkeiten eine (ja so ist das!), habe sie aber bisher immer schön verwildern lassen. Jetzt, wo der Frühling kam, spross das Unkraut auch wieder herrlich, und es war darunter auch fast nichts mehr zu erkennen, da kamen auf einmal lauter Leute und schrieben mir Fragen, Kommentare, Links, und Tipps und Musikanfragen und so Zeug. Die lugten dann alle durch die schöne Naturkulisse. Da musste Ordnung rein!

Früher benutzte ich MySpace immer um Bands als Freunde zu sammeln um zu wissen, wann die denn wo auftreten. Das mache ich immer noch so, aber heute habe ich mich mal durchgerungen, das ganze etwas zu aktualisieren, und schön weiß überzutünchen. Sieht auch gleich viel freundlicher aus. Stolzer weißer Vorgarten 2.0.

Jedenfalls stellte ich fest, dass man ja beim MySpace noch mehr aufpassen muss, ständig alles aktuell zu halten. Das ersetzt, glaube ich, dann das richtige Leben komplett und nicht nur zu einem Teil, wie beispielsweise ein Blog, das ja meistens auch noch mit irgendwelchen Begebenheiten aus dem echten Leben gefüllt werden muss. Bei MySpace muss immer die aktuelle STimmung eingetragen werden, was man gerade macht, wann man auf den Topf geht und so weiter. Erinnert etwas an ChronoCards. Aber zu denen komme ich vielleicht ein anderes Mal.

So wie ich das sehe, werde ich aber für ein sekündlich aktualisiertes MySpace-Profil weder Zeit noch Lust aufbringen können. Mal sehen, wie das wird. Wer will, kann auch mein MySpace-Freund werden, haha..ha.



 
18. Mai 2008, früher abend | Geschrieben von KP in Sonstiges | 0 Kommentare

Endlich haben mal einige Leute ausgesprochen an die Wand geschrieben, was wir alle schon immer dachten:




 
07. Mai 2008, früher abend | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare



Neulich bin ich nochmal am beschriebenen Dönerladen vorbeigegangen. Der arme Dönerbesitzer musste die durch meine Hand geleerten Fassungen mit Energiesparlampen bestücken. Wahrscheinlich mit kaltweißem Licht leuchtende. Einerseits schont das die Umwelt und das Klima und so, aber in Wirklichkeit ist der Dönermann jetzt bestimmt traurig und ob nun zwei Sechzig-Watt-Funzeln in der völlig überbeleuchteten Greifswalder Straße leuchten oder lahme Elf-Watt-Energiesparlümmel, interessiert so viel wie wenn in Kyoto ein Sack Kohlendioxid umfällt, wa?

Vielleicht sollte ich die Birnen mal eines nachts heimlich wieder einschrauben, dafür die Energiesparlampen klauen, und den Dönermann wieder in die Welt des Farbfernsehenslichts zurückholen?!

 
04. Mai 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in Rated K | 0 Kommentare

Gute Laune, Alkohol und Tanzmusik sind eine merkwürdige Kombination. Manchmal mach' ich Dinge, die ich gar nicht machen will. Eigentlich aber schon. Als wir vor einigen Wochen aus dem Magnet kamen, kam ich nicht umhin, dem nächstbesten Dönerladen ein paar Glühbirnen aus der Markise zu schrauben. Am nächsten Nachmittag bin ich aufgewacht und wunderte mich darüber, wo die Lichter auf meinem Schreibtisch herkamen.



Mir fiel ein, dass ich sie morgens nach dem Nachhausekommen noch in die Küchenlampe geschraubt habe, um zu sehen, wie sie leuchten. Draußen war es aber schon hell.

Mir fiel ein, wie ich die Lampen nach dem Diebstahl schutzlos in meine Tasche steckte, sie nach einer Minute bereits vergessen hatte, sie mir aber in dem Moment wieder einfielen als ich die Tasche auf den Straßenbahnsitz knallte.

Mir fiel ein, dass man sowas eigentlich immer nur nach Alkohol, guter Laune und Tanzmusik macht.

 
03. Mai 2008, vormittags | Geschrieben von KP in SonstigesFriedrichshain | 2 Kommentare



Das ist das Gerät in der Voigtstraße, das offensichtlich parkwillige Parkflächenstellplatzbesitzer auf den Hof des gezeigten Hauses hineinlassen soll. Mario erkannte das ulkige Gerät sofort wieder: In abgewandelter Form ist ein solcher Droide an der Tür zu Jabba the Hutts Palast auf Tatooine angebracht.



Welcher spaßvogeleske Ingenieur da beim Krieg der Sterne das Design abgeillert hat, ist leider nicht auszumachen gewesen, aber auch nicht so wichtig. Nachdem wir an jenem Tag dort vorbeidefiliert waren, bin ich auf die Idee gekommen, das Star-Wars-Universum müsse ja eine dermaßene Fangemeinde besitzen, dass sich sicher im Internet nachvollziehen lassen müsste, wie das beschriebene Droidengerät wohl heißt - bei denen hat alles einen Namen, möge es noch so unbedeutend sein. Und hier habe ich es dann gefunden. Es hat also den unspektakulären Namen TT-8L.



Dass die Starwarspedia ebenso interessante Artikel aufzuweisen hat, wie die echte Wikipedia, führt mitunter dazu, dass man mal eben drei Stunden damit verschwendet, jenes Fantasie-Universum zu erkunden. Suchtgefährdete Menschen oder Krieg der Sterne-Fans sollten sich vielleicht eher fernhalten, so sie in nächster Zeit eine Hausarbeit fertigschreiben wollen, oder so.

Ich konnte leider nicht herausfinden, wie man den Gatekeeper-Droid aktiviert. Da er anstelle einer Mundöffnung oder eines Auges nur ein Schlüsselloch hat, kann sich der freudkundige Leser selber zurechtphantasieren, wie das geht.

Interessant ist auch der Umstand, dass es den Begriff Droide gar nicht so richtig gibt, außer in Star Wars. Damit nicht genug: Das Wort ist auch noch markenrechtlich geschützt, wie mir die echte Wikipedia sagte, nachdem ich anfangs irrtümlich statt des Begriffes Droide das Wort Druide verwendet habe.

 
02. Mai 2008, später abend | Geschrieben von KP in WGSonstiges | 0 Kommentare

Ich weiß, ich weiß: in letzter Zeit passiert hier wieder mal nicht so viel und die Website ist wüst und leer (oder Tohuwabohu, wie der Hebräer zu sagen pflegt). Aber bedenkt: Ich war zwei Wochen krank. Was ich hatte, weiß ich noch nicht. Der Arzt ist im Urlaub. Dann musste ich erst einmal die Bude hier putzen, das macht sich ja nicht von selber und hat einige Stunden in Anspruch genommen, was zwar nicht entschuldigt, tagelang nix geschrieben zu haben, aber ich, äh...
Des weiteren musste ich meine Chilipflanzen endlich mal umtopfen und danach schon wieder saubermachen. Außerdem spielt die Welt da draußen Scheibe Frühling, da muss man auch mal rausgehen und gucken.



Wie Ihr wisst, hatten wir ersten Mai und Himmelfahrt an einem Tag, weshalb ich auch gleich nochmal mehr draußen spielen war. Dann besuche ich auch mal wieder eine Veranstaltung in der Uni, die viel Arbeit macht. Und wo wir gerade bei Arbeit sind: Die Nachtschichten in der Hassfabrik (obwohl ich immer tagsüber arbeite) rauben auch Zeit und Geld...öhm, also hauptsächlich Zeit.



Aber...Moment mal! Muss ich mich hier rechtfertigen?? Okay, okay, ich werd mich bemühen, wieder etwas tagesaktueller zu sein.

 
01. Mai 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Kalauer haha..haFriedrichshain | 0 Kommentare

Tatsächlich habe ich mir jetzt noch einmal die Mühe gemacht und habe die ominösen Institutionen in der Voigtstraße fotografiert, von denen ich schon vor einigen Tagen berichtete. Wie wir uns erinnern, flanierte ich mit Mario durch einen sonnigen Sonntagnachmittag, als wir im Nordkiez durch eine mit lauter Unterhaltsamkeiten gespickte Straße kamen. Der lustige Pinnorek gleich zu Anfang wird einen eigenen Artikel bekommen, so witzig fanden wir den - und das ohne Drogen und Alkohol.

Dieses Haus sah aus der Nähe betrachtet aus, als wäre das an der Wand dunkel und feucht angedeutete Zimmer randvoll mit Butter gefüllt und die Mauern würden bereits durchfetten. Vielleicht hat auch nur jemand den Raum mit Wasser gefüllt, so eine Art Ganzraumaquarium oder Ähnliches:



Aus diesem Laden drang das tiefe Stöhnen der gemarterten Seele, die offenkundig gerade ihr ganzes Dope verschüttet hat. Der arme Kerl:



Was hier nach einer normalen Reklame aussieht, wirkt bei den meisten Lichtverhältnissen der wirklichen Welt etwas merkwürdig. Der Spargel ist so auf dem weißen Hintergrund drapiert, dass er kaum zur Geltung kommt oder gar unsichtbar ist. Der überdimensionierte Schinken daneben verstärkt den Effekt noch. Man glaubt, ein Werbeplakat nur für Schinken zu lesen:



Dieses Haus hier hat zugegebenermaßen tatsächlich auch eine Rückseite. Aber aus dem richtigen Blickwinkel wirkt es eher wie ein Bunker. Die Fenster an dieser Stelle sind eher willkürlich eingelassen, die andere Wand hat dafür überhaupt keine:



Das waren sie jetzt auch im Bild, die merkwürdigen Dinge in der Voigtstraße. Doch halt: im nächsten Artikel folgt eine weitere Absurdität.

 
22. April 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in The Beautiful PeopleKalauer haha..ha | 0 Kommentare

Wenn man zum Bikini, der ja wohl seinen Namen vom strahlend-schönen Bikini-Atoll hat, den Monokini dazu erfunden hat, dann kann man ja der Bionade wohl auch mal endlich die Mononade als Verstärkung nebenan ins Getränkeregal stellen?!


 
20. April 2008, später abend | Geschrieben von KP in WissenswertKültürverein | 0 Kommentare

Häufige bekloppte Vornamen nach der Wende in Neubaugebieten:

  • Merlin

  • Justin

  • Chantalle

  • Marvin

  • Ronny

  • Cindy


Häufige sowjetische Vornamen nach der Oktoberrevolution und der großen Industrialisierung:

  • Stalina

  • Metallina

  • Elektrina

  • Diesel

  • Maia (so wie der 1. Mai)

  • Mirra (so wie Mirovaia revoliutsiia (Weltrevolution))


Das ist kein Witz, Namen machen Leute...
____
Quelle: Kelly, Catriona/Shepherd, David (Hg.): Constructing Russian culture in the Age of Revolution: 1881 - 1940, Oxford 1998, S. 289.

 
20. April 2008, abends | Geschrieben von KP in Kalauer haha..haFriedrichshain | 0 Kommentare



Dieser Spickzettel steht auf dem Forckenbeckplatz.


Weitere ulkige Dinge sahen wir auf diesem Spaziergang hauptsächlich in der Voigtstraße: Ein freistehendes Quergebäude, das nur aus Rückseiten und Brandmauern bestand. Die Anzahl der Fenster des vierstöckigen Hauses lag irgendwo im oberen einstelligen Bereich. Dann: Der Headshop des Teufels, aus dem nur ein gequältes Stöhnen drang. Dann: Der ekligste Döner-, respektive Schawarma-Drehspieß in Friedrichshain, wie ich vermute, der nur mit einigen bräunlichen Lappen bestückt war. Dann: Ein lustiger Pinnorek, der wohl ein Tiefgaragentor öffnen soll, in Wirklichkeit aber aussah, wie das Geschöpf, das Luke Skywalker in die Höhle von Jabba the Hutt lässt. Da das Ding irgendwie nicht zu beschreiben ist, werde ich wohl nochmal ein Foto nachreichen. Und dann nicht zu vergessen: Das Werbeplakat, das darauf hinwies, dass die Spargelzeit wieder beginnt. Abgebildet war aber nur ein Stück Schinken. Ich muss schon sagen: Ein recht merkwürdiger Sonntagsspaziergang.

 
17. April 2008, vormittags | Geschrieben von KP in Wissenswert | 0 Kommentare

Gestern ist der Chaostheoretiker Edward Lorenz gestorben. Das ist irgendwie seltsam, da ich gestern erst über die Chaos-Theorie bei Wikipedia nachgeforscht habe. Wer sich dafür interessiert, kann hier und hier nachlesen. Wie dem auch sei, hat die NZZ online wohl auch etwas chaotisch ihre Tatsatur bedient, so dass Herr Lorenz jetzt am 32. geboren wurde und nicht am 23. Mai:



Nur ein kleiner Spaß am Rande. Mir ist des weiteren durchaus bewusst, dass da oben 'Tatsatur' und nicht 'Tastatur' steht. Haha..ha! Und mir ist auch bewusst, dass man eigentlich keine Späße auf Kosten gerade verstorbener macht.

 
11. April 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in WissenswertSchimpftirade | 2 Kommentare

Ich glaube, dass die Online-Version eines gewissen Blattes aus Hamburg mittlerweile weniger einem kritischen Journalismus anhängt als einer hinter den Gleichschalter montierten schwarz-weiß-rot gedruckten Großbuchstabenpresse, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Noch weiter gehend würde ich sagen, dies zu Verneinen ist ein Fall von Nicht-Wahrhaben-Wollen oder aber Grauer-Zellen-Verkrustung. Seit sich die Papierversion des Spiegels mit dem Onlineportal den gleichen Chefredakteur teilt, höre ich auch hin und wieder Kritik am gedruckten Heft (das ich selber aber selten lese, so soll es hier außen vor gelassen sein).

Sehen wir uns mal eine Hand voll Beispiele an, allein am 11. März boten sich wieder zahlreiche unterhaltsame wie aufreißerische Artikelüberschriften:

SEX- SKANDAL UM GOUVERNEUR: Sündenfall auf Zimmer 871

...handelt es sich hier um den Titel eines Groschenromans oder eines Pornofilms?

NAZI- TÄTER: Karl Jäger - der Waldkircher Hitler

...hier will sich wohl ein Jungredakteur ein Voluntariat bei der Bildzeitung verdienen?

ANTARKTIS- EXPEDITION: Am Ende aßen sie Schlittenhunde

...naja, das mag ja gerade noch Fakten enthalten, aber an die Bild erinnert es doch sehr.

Die Redaktion der "reichweitenstärkste Nachrichtenseite im deutschsprachigen Internet" (Wikipedia) scheint sich mittlerweile auch nur noch Gedanken um die spaßigsten Titel zu machen. Die Artikel selbst sind gespickt mit Fußballanalogien, Halbwahrheiten und wetterberichtgleichen Politikanalysen, die in jüngster Zeit beispielsweise die Hessenwahl zu einem Phänomen herabwürdigen, das man zwar ohne Ende beobachten und notieren kann, das aber wohl den logischen Prozessen des politischen Lebens nicht zu folgen hat, etwa wie El Niño. Mehr dazu hier.

Ich möchte mich nicht dauerbeschweren über die meiner Meinung nach vorherrschenden Missstände in der SPON-Welt, allein es scheint einen gewissen Adressaten für diese Art von Journalismus zu geben, dem (wahrscheinlich zurecht) die größte Relevanz in den Zielgruppen beigemessen wird:

Es ist in meiner Umgebung glaube ich so, dass der durchschnittliche Spiegel-Online Leser sich einen guten Universitätsabschluss verdient hat, bzw. gerade dabei ist. Gleichzeitig scheint er jetzt einer Art Trägheit zu erliegen, oder war dieser schon immer erlegen, sich nur noch minderkritisch mit den vorgesetzten Inhalten zu befassen, oder im schlimmsten Fall, Spiegels Artikel als beinahe ultimative Wahrheit hinzunehemen, obschon selbstverständlich das Vorhandensein einer breit gefächerten Informationskritik ihm eigentlich eigen und selbstverständlich ist.
Er betrachtet seit Studienbeginn den Spiegel Online als größtes und wichtigstes Online-Nachrichtenportal, das es wohl auch ist, was damit zusammenhängt, dass der Zugang zu der unfassbaren Nachrichtenfülle über dieses Portal nach dem Abitur am einfachsten war. Das ist nachvollziehbar und aus terminlichen Gründen - wenn man wirklich regelmäßig die Uni besucht, hat man keine Zeit mehr mehrere Nachrichtenseiten zu lesen und zu vergleichen - und Gewohnheit - bei der Konfrontation mit den unterschiedlichsten Meinungen und Textinhalten in der Uni behält man gerne den statischen Spiegel im Rücken, um nicht unterzugehen - wurde man zusammen groß. Kommt nun der Abschluss, begibt man sich mehr oder minder hurtig ins Arbeitsleben, dort angekommen bleibt meist auch keine Zeit mehr, sich kritisch mit Springers Spiegels Inhalten zu beschäftigen.

Das ist wie gesagt nur meine graue Theorie, die möchte mir gerne jemand widerlegen, ich bitte sogar darum. Ein Fakt ist aber wohl, das die wenigsten berufstätigen Menschen die Zeit haben mehrere Online-Portale, geschweige denn Zeitungen pro Tag zu konsumieren. Dass die reichweitenstärkste Nachrichtenseite im deutschsprachigen Internet das aber irgendwie zu missbrauchen scheint, ist irgendwie nicht so ganz tragbar. So der geneigte Leser schon nur ein Portal lesen kann oder soll, sollte man doch tunlichst die ganze Nachrichtenumprimitivierung ins Fußball- oder Wetterberichtniveau unterlassen. Der Bundestag ist nicht Real Madrid und der Irak ist nicht Schalke!

Vielleicht rege ich mich auch nur unnötig auf, aber ich bin dabei mir den Spiegel abzugewöhnen. Wenn man den ersteinmal aus den Startseiten gelöscht hat, fällt das auch nicht mehr so schwer. Ersatz findet man überall, beispielsweise bei FAZ, NZZ, Al Jazeera oder wenn man mal garnicht auf schwarz-weiß-rot bis zum Tod verzichten kann bei der BILD online. Wenn man sich ersteinmal die ganzen Bilder abgewöhnt hat, dann ist es garnicht mehr so hart.

 
11. April 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Kalauer haha..ha | 0 Kommentare

Wie ich neulich fiebrig zweieinhalb Stunden beim Arzt sitze und warte, fallen mir doch zwei merkwürdige Prospekte ins Auge, die sich irgendwie zu widersprechen schienen. Ich hab sie ersteinmal mit nach hause genommen, tatsächlich scheinen die Aussagen auf den Titelseiten zu stimmen, zumindest laut den Behauprtungen der beiden Arzneimittelfabrikanten. Dennoch sollte man die beiden Präparate nicht versehentlich verwechseln.



Vielleicht heben sich die Wirkungen auch gegenseitig auf. Das sollte man mal ausprobieren. Ich will natürlich auf keinen Fall Werbung für irgendeins dieser Produkte machen!

 
11. April 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in WG | 1 Kommentar



Immer wenn ich das Fenster öffne um den alten Mief raus und den neuen, feinstaubigeren reinzulassen, setzt sich Kurt aufs Fensterbrett und wartet auf neue Leute zum kennenlernen. Besonders abends und an lauen Sommertagen bleiben hauptsächlich Touristen begeistert stehen und wundern sich: "Look, a cute kitty!" ist eine häufige Variante, gefolgt von "Ooooooooohhh!", gelegentlich fürchtet auch jemand "El gato tiene hambre, ayayay!".

Manche Leute gehen auch völlig achtlos vorbei, dann ist Kurtchen nicht glücklich und quengelt ihnen hinterher. Wenn die Leute stehen bleiben, quengelt Kurt irgendwie auch, denn die Straße ist ihm viel zu gefährlich: "Nicht Katze! Du wirst überfahren!"

Hunde registrieren das Tier auf dem Fenstersims interessanterweise nie.

 
10. April 2008, nachmittags | Geschrieben von KP in Netz | 0 Kommentare



Nur der Information halber: Obwohl ich auf der Seite selber derzeit nur seltenst schreibe, habe ich in den letzten Tagen mal den Mondprinz auf einen aktuellen Stand gebracht. Das ganze läuft jetzt auch auf ToendaCMS und nicht mehr auf Serendipity. Ich bin natürlich noch bei der Feinabstimmung, viele Artikel müssen noch per Hand übertragen werden, denn eine Importfunktion gibt es irgendwie nicht.

Ich hoffe auf reges Interesse, denn Sonja schreibt laufend fleißig und auch ich wollte in Kürze mal wieder eine Kleinigkeit hinzufügen. Heißa!

 
10. April 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in Rated KNetz | 0 Kommentare

Wie dem einen oder anderen sicherlich aufgefallen ist, war hier die letzten zwei Wochen nicht allzuviel los. Ich war krank. Beim Versuch, diesen Zustand zu beheben und besonders aktiv wieder mal eine größere Veränderung (am Mondprinz) einzuführen, habe ich dann meine gesamte MySQL-Datenbank gelöscht. Und mit gelöscht meine ich: alles weg! ALLES! Blogeinträge, Projekte, Benutzerdaten. Da konnte sich der dusslige Delphin nur ins Fäustchen lachen, die Sau!

Im vergangenen Jahr habe ich, wie erwähnt etwa 75 Einträge verfasst. Die waren alle weg. Das fühlte sich irgendwie an als wäre ein Jahr eines Online-Lebens weg. Oder man wacht auf, und das vergangene Jahr war nur ein Traum. Oder man hat sich alles nur eingebildet, während man im Koma lag. Oder irgendwie so.

Ich hatte Glück: die Datenbankdaten lagen noch als Backup in einer Schublade des Webadmins. Es ist folglich alles wieder so hergestellt wie es vor dem 6. April war. Alle sollten sich wieder anmelden können und alle Daten sollten wieder da sein. Ich will hoffen, dass mir solch eine Blödheit nicht noch einmal passiert.

 
28. März 2008, vormittags | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Für diejenigen die planen, hier zukünftig nicht mehr zu lesen, habe ich kürzlich diesen schönen (und gleichermaßen altbekannten Satz in einem fremden Blog gefunden. Ich möchte ihn all diesen treulosen Seelen mit auf den Weg geben, so es sie überhaupt gibt:

"Wenn man beginnt über das Wetter zu reden, sollte man lieber gar nichts mehr sagen und sich trennen."


Denkt mal drüber nach!

 
28. März 2008, vormittags | Geschrieben von KP in  | 1 Kommentar

Überraschung, Überraschung: Diese wundervolle Internetseite gibt es nunmehr seit etwas über einem Jahr. Am 24. März letzten Jahres habe ich den ersten Eintrag ins Tagebuch geschrieben, insgesamt genau 75 Einträge sind es seit dem geworden. Mehr als auf jeder anderen Internetseite, die ich jemals unterhalten habe.

Bei genauerer Betrachtung ist das dann doch nicht so viel, wenn man bedenkt, dass das Jahr neuerdings 365 Tage hat, wir heute bereits den 28. März schreiben und uns der Februar noch einen Tag extra geschenkt hat. Nichtsdestotrotz verlange ich nun von allen Menschen die hier lesen zahlreiche Glückwünsche, Grußkarten, Geschenke, aber vor allem BLUMEN und KUCHEN! Ich will Kuchen!

Zur Feier des Tages verschwende ich jetzt ersteinmal diesen schönen sonnigen Freitag, der ja schon vier Tage hinter dem eigentlichen Kindergeburtstag liegt, und gehe zur Arbeit. Allein, wenn ich wiederkomme, werde ich mir einige Dinge ausgedacht haben, die das ganze hier noch verbessern sollen: ein paar kleinere Einträge, die mir in letzter Zeit noch eingefallen sind. Wie sagt der Musiker? Reprise.

Wir werden sehen, ich wünsche jedenfalls allen aufmerksamen Lesern (wahrscheinlich sind das nur vier oder fünf) noch einen schönen Tag. Das erste Mal hier übrigens, wenn ich mich nicht irre.

 
27. März 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

In letzter Zeit häufen sich wunderliche Alpträume, die sich mit mir das Bett teilen wollen. Komischerweise kann ich mich meistens auch noch an die Inhalte erinnern - länger als nur fünf Minuten nach dem Aufwachen.

Neulich wollte ich einen Plastikbecher mit schlüpfrigen Wattwürmern ekligster Art in der Hofmülltonne entsorgen. Unangenehmerweise konnten sich die Würmer mit ihren scharfzahnigen Schneidemündern aus dem Becher befreien. Erinnerte irgendwie an Akte X. Dann bin ich aufgewacht.



Später turnte ich durch eine tropische Stadt, irgendwo quiekte immer jene blonde Dirne aus dem King-Kong-Film durch die Gegend. In einem Pool wurde ich derweil von widerlichen Blutegeln angegriffen. Dann bin ich aufgewacht. (Ich weiß: King Kong lief neulich im Fernsehen, habe ich aber nicht gesehen, und die schleimigen Insekten scheinen auf die Hauptrolle meiner Träume abonniert zu sein, ich weiß ja auch nicht...)

Heute ging es dann recht unspektakulär zu: Mit allen meinen Freunden hauste ich in Neukölln und die gesamte Menschheit war ausgestorben. Und jetzt das Schrecklichste daran: Keiner wollte mal mehr als zwei Straßen weiter gehen, um mit mir zu plündern - wie in der Wirklichkeit. Dann bin ich aufgewacht. Entsetzlich!

 
25. März 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Mit uns könnses ja machen: Da haben sich findige Politiker doch wahrscheinlich mal wieder halbherzig was bei gedacht, Ostern einfach nen paar Wochen vorzuverlegen. Da gemein ja angenommen wird, dass Ostern am Frühlingsanfang zu liegen hat, dachte man sich wohl, dass da dann auch das Wetter gut sein müsse, da merkt der Wähler dann wahrscheinlich nicht, dass im Sommer immer die Arbeitslosigkeit steigt.



Nun gut, vielleicht waren es nicht "die da oben", und dass Ostern immer kurz nach Frühlingsanfang ist - von wegen Mond und so - ist ja auch schon länger so. Das Wetter ist dennoch scheiße. Ich hab es erfolgreich vermieden, in diesem Winter auf mehr als ein halbes Gramm Schnee zu treffen (soll nicht doppeldeutig gemeint sein), aber pünktlich zum Frühling geht's dann doch noch los. Da fällt mir immer wieder die Geschichte ein, wie Mario am 7. März irgendeines Jahres bereits in der Havel baden konnte. Blöde Erderwärmung: Verspricht uns hoch und heilig 'ne Klimakatastrophe, und in Wirklichkeit dann sowas!

 
20. März 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Heute ist ja bekanntlich Gründonnerstag. Im Berliner Raum erkennt man das eigentlich nur daran, dass seit drei Monaten Schoko-Osterhasen in den Regalen der Supermärkte stehen, die kurz vor Ostern eigentlich schon ganz ranzig, beziehungsweise von schmuddligen Kinderhänden ganz abgegriffen sein müssten. Da ist das goldene Lindt-Häschen nur noch bronzefarben. Meist sind die armen Tiere auch schon eingedrückt oder die Öhrchen abgeknickt. Daher auch der sinnvolle Satz: Ist das Öhrsche abgebroche', ist's sicherlich schon Karwoche!

Ja, ein schwacher Kalauer, aber wo man doch vor Ostern schon keinen Spaß haben soll, am Freitag wenigstens in bayerischen Landen jegliche Tanzlustbarkeiten verboten sind und die heidnischen Tibeter einfach trotzdem Straßenfeste feiern, wollen wir den dümmlichen Witz nicht zu kurz kommen lassen.

Und da sich, wo wir schon bei den Supermärkten waren, auch die Konsumgesellschaft mal des Osterfestes besinnen sollte, hier ein paar heitere Anregungen aus der katholischen Welt:

Eins
Zwei
Drei

Ein fröhliches Fest wünsche ich dann schon mal im Voraus!

 
20. März 2008, die Geisterstunde | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Die letzte Woche war angefüllt mit diversen Kindergeburtstagen, zuerst Sonjas, dann Roberts. An beiden Tagen gab es eine kleine Feier, an beiden Tagen gab es zu der jeweiligen kleinen Feier eine kleine Snackerei: Nachochips mit Käse, Schinken, Käsesauce und Dips. Die Guacamole hat irgendwie nach Apfel geschmeckt, was wohl am unreifen Zustand der verwendeten Früchtchen lag.



Was hier noch relativ unbeeindruckend aussieht, hatte an beiden Tagen zusammengerechnet einen Kaloriengehalt von 11.307. Das lasst Euch mal auf der Zunge zergehen. Doch damit nicht genug: Jeweils maximal vier Personen aßen an solch einer Satte mit.

Und glaubt es mir ruhig: Bei der Zubereitung des Ganzen verbraucht man nicht annähernd 11.307 kcal. Dafür müsste man warscheinlich mehrere Jahre Käse unter irgendwelche Chips grubbern!

 
17. März 2008, später nachmittag | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Kampagnen, die die Welt nicht braucht: Salbadern und seibern von Seiten des Regierenden Bürgermeisters, Seiber Lin sozusagen, von dem scheinbar in den letzten Jahren auch nur ein Bild gemacht wurde (Bild 1: aktuelle Kampagne, Bild 2: Wahl zum Abgeordnetenhaus vor zwei Jahren), Selbstbeweihräucherung von Berliner Mittelstandsfirmen und das Erheischen von Respect an der Rütli-Front. Sei Berlin, dabei sind wir doch schon Papst und lieber Dritter als Petze.



sei überraschend
sei erfolgreich
sei berlin


Das ist also Berlin. Berlin ist so hip, so erfolgreich, so toll und so verstrahlt, dass Berlin keine Großbuchstaben mehr braucht! Berlin ist nichts mehr, irgendwer ist Berlin! Das überraschendste an der Zehlendorfer Jungchefin, die wohl jetzt auch noch nebenberuflich Berlin ist, ist ihr schief geknöpftes Streifenhemd. Und den selbstvermarktenden Rütli-Schülern steht jetzt zwar eine Siebdruckmaschine zur Verfügung, aber dass Straße und Laufsteg keine Adjektive sind, ist wohl auch den Machern der Flashbeladenen Be-Berlin-Website aus der Fasanenstraße entgangen:

sei straße
sei laufsteg
sei berlin


"Bin isch neulich noch Straße gewesen, kommt Ismael, aber Ismael is krrass Laufsteg, weissu, geb isch ihm voll eine Bombe auf Auge, bin isch jetzt Berlin, weissu?" - "Respect!"
Und für wen soll diese Internetpräsenz bitte geschaffen worden sein? "Keine andere Stadt der Welt verändert sich so rasant, leicht und unkompliziert und behält dabei trotzdem ihren so eigensinnigen und unverwechselbaren Charakter. Dieses Bewusstsein soll nun bei den Berlinerinnen und Berlinern neu gestärkt werden." Bei den Berlinern also? Die Berliner vielleicht, denen das Yorckhaus und die Rigaer 94 unterm Hintern weggeräumt worden ist, die Berliner denen der Finanzsenator ein köstliches Hartz-IV-Frühstück mit einer Tageszufuhr von knapp 1200 Kalorien empfiehlt? Neu stärken kann dabei wohl nur bedeuten neu überreden.

"Das ist jedoch erst der Anfang. Auch Ihre Berliner Geschichten, Kunstwerke, Erfindungen, Erfahrungen, Einfälle oder einfach Ihr menschliches Engagement sind im weiteren Kampagnenverlauf gefragt. Alle Berlinerinnen und Berliner sind dazu aufgefordert, ihre ganz persönliche Geschichte aufzuschreiben und einzusenden. Jeder, der eine authentische, originelle oder innovative Geschichte hat, kann also mitmachen." Aha, da kommen wir der Sache doch schon näher: Der nicht innovative Berliner ist also nicht gefragt, der Müllmann, der Motzverkäufer oder der Spätkaufdealer? Vielleicht könnte man gleich einen kleinen Schritt weitergehen, ein Jahr warten, und dann diejenigen, die es noch zu keinem innovativen und originellen Lebensentwurf geschafft haben, zu einer kostenlosen Güterzugfahrt nach Osten vom neuen innovativen Berliner Hauptbahnhof einladen? Bitte entschuldigen Sie meinen Hass, aber von Nutzen ist diese Kampagne einfach nicht, des weiteren widersprüchlich und inhaltlich wie optisch uninteressant. Wer Informationen über Berlin sucht, wird sich Internetseiten in seiner Muttersprache suchen, wer mit dem Handy im Internet surft, will keine unübersichtlichen und unscharfen Flashgrafiken sehen, und Chromatographen und Sternekochkarrieren sind auch nur bedingt als Souvenir von Bedeutung.

"Der Berliner Senat möchte damit Berlin national und international als Marke positionieren. Deswegen auch die englische Version von be Berlin. Die Botschaft soll überall auf der Welt verstanden werden. Ziel ist, mehr Menschen, Touristen und Besucher in die Hauptstadt zu locken."
Welcher Tourist soll denn hiervon Notiz nehmen? Einen Button für andere Sprachen sucht man vergeblich. Es wird wohl auch keiner sich die Zeit nehmen, seine Be Berlin Geschichte in mehreren Sprachen zu verfassen, für eine Seite, deren Entwickler sich damit rühmen, dass andere sie gestalten müssen. Die Plakate auf der Straße sind zwar mit be berlin unterschrieben, aber welcher nicht deutsch sprechende Tourist findet sich mit dem Rätsel sei straße, sei laufsteg, sei berlin zurecht?

sei internet und guck es Dir selbst an:
sei berlin in Flash
sei berlin für's Mobile
Zitate von hier

Auch dazu:
Volker Strübings Schnipselfriedhof
Spreeblick
Hauptstadtblog

sei recherche:
sei suchmaschine

 
08. März 2008, abends | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare







 
08. März 2008, abends | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Ich will nicht behaupten, eine Lieblingsfarbe zu haben, aber in letzter Zeit ist bei mir alles orange! Die Küche leuchtet orange wenn man das Licht anmacht, in meinem Zimmer sieht es so ähnlich aus. Der Deckel der Mobilatsalbe hier auf meinem Schreibtisch ist orange (jaja: warum liegt bei dem Salbe auf dem Tisch?). Und mein neues Telefon wird wahrscheinlich auch irgendeine tuffig-orange Applikation haben, wer weiß?

Wie Wikipedia behauptet, "wird orange mit Lust und Geschlechtsverkehr verbunden". Klingt ja recht anzüglich, aber abgesehen von dieser Freudschen These ist mir das un-unbewusst noch nicht aufgefallen. In Indien wiederum steht orange für Enthaltsamkeit, Entsagung und Askese. Komisch, komisch. Und stimmungsaufhellend soll es auch noch wirken? Dann werde ich wohl meinen Frohlockenwickler bald nicht mehr brauchen. Tja, ein etwas schwaches Wortspiel. Aber macht erst mal ein besseres. Und schafft euch orangefarbenes Licht an, das sieht schnieke retro aus, und der Besuch bekommt gleich gute Laune.

 
07. März 2008, früher nachmittag | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare







 
07. März 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare


 
07. März 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Irgendwie scheint mein Mobiltelefon der Anischt zu sein, mir lange genug gedient zu haben und hat sich deshalb aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Das heisst, es liegt faul in meiner unmittelbaren Nähe herum und verbrät wertvolle Li-Ion-Ressourcen mit Nichtstun. So geht das natürlich nicht, habe ich mir gedacht, und das Telefon deshalb mal ausgeführt, und siehe da: draußen auf der Straße bequemte es sich dann tatsächlich, wieder mal etwas zu empfangen und teilte mir frohlockend und quäkend mit, dass so-und-so-viele Leute versucht haben, mich zu erreichen.

Wieder zu hause war es das dann aber auch schon wieder gewesen. Das Mobile musste von der langen Reise ausruhen und stellte den Empfang wieder ein. Wäre doch gelacht, dachte ich mir, und zwang den kleinen Dualband-Deserteur wiederum nach draußen. Der Empfang war wieder da, ich versuchte zu telefonieren, aber nichts da. Nach wenigen Gesprächssekunden (es kann sich auch nur um ein längeres Klingeln handeln) schaltete sich das zickige 3330 von selber ab.

Unverschämtheit! Das Gerät hat gerade mal sechs Jahre auf dem Buckel, ist klapprig und schmutzig und hässlich wie die Nacht. Wie kann es mich nur dergestalt verraten? Aber so wie ich das momentan einschätze, werde ich mir wohl ein neues Telefon anschaffen müssen. Dann kann das alte sehen wie es zurecht kommt, abgeschaltet in einer dunklen Schublade; wird schon sehen, was es davon hat.
Mein neues Telefon jedenfalls wird bestimmt ganz toll sein: Mit großem SMS-Speicher, der nicht alle zwei Stunden geleert werden muss, mit sinnloser 2-Megapixel-Kamera, wo ich doch eine ganz normale 5M-Kamera habe, mit Walkman-Funktion, die immer ungewollt und laut in der S-Bahn alle anderen Fahrgäste nervt, wenn die Bahn nicht dauernd streikte. Jaja, das wird bestimmt toll, kostet mindestens zehn Euro im Monat und wird mich endlich unabhängig machen von einem grauen Riegel, mit dem man zuletzt nur noch Biere öffnen konnte.

 
05. März 2008, nachmittags | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Obwohl musikalisch hervorragend (für Grunge-Verhältnisse), ist Dirt von Alice In Chains ein Album, das man sich nicht allzu oft anhören kann. Das liegt nicht an der Qualität - es ist wie gesagt ganz wohlklingend - vielmehr ist es von der inhaltlichen Seite, so man denn genau hinlauscht, kaum zu ertragen. Die ganze Zeit von Drogenkonsum, Generation X-tum und derlei mehr singend, macht Layne Staley einen nur fertig, so dass man am liebsten gleich selber zu Spoon und Needle und Überdosis greifen möchte. Ich will damit nicht sagen, dass man als Hörer besonders hartgesotten sein muss, aber es strengt schon ein wenig an. Sollte sich ein jeder auf jeden Fall mal angehört haben.





Nur nebenbei erwähnt sei, dass das Album Dirt von Alice In Chains eines der wichtigsten der Grunge-Ära ist.

 
29. Februar 2008, abends | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Hinterringler A: "Mann, kann doch nich angehen hier, obwohl die Merkeln jetzt schon ausm Osten ist, dass wa hier immernoch überall die Dachpappen rumhängen haben, die dann de Schulkinder int Jebüsch ziehn, und watt weeß ick!"
Hinterringler B: "Wie bitte?"
Hinterringler A: "Na, die NEGER!"
Hinterringler B: "Oh, ich verstehe: eine Bitumen-Dachbahn mit Sand-, Kies- oder Schiefersplitanteil..."

Man sollte doch wirklich auf die korrekte Wortwahl achten, immerhin sind wir zivilisierte Westeuropäer im 21. Jahrhundert.

 
26. Februar 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Nachdem der Telekommann also wohl ohne uns unsere Leitung wieder zugemacht hat, oder wie man das nennen soll, fiel das Telefon ziemlich genau einen Tag später wieder aus. Laut Alice-Technik war die Leitung diesmal immerhin einadrig, was aus irgendeinem Grund DSL ermöglichte, ISDN jedoch nicht. Der Telekommann richtete es wiederum. Und nun? Das Telefon geht schon wieder nicht. Die lustige Welt der Telekom.

 
26. Februar 2008, Mittagszeit | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Da ich fast die ganze Woche arbeiten muss, hier nur ein kurzes Update: Lord Nelson durchquert den Würstchenozean.


 
18. Februar 2008, später nachmittag | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Am heutigen Morgen zwischen sieben und zwölf Uhr sollte ein Techniker der Telekom erscheinen und alles wieder ganz machen. Ich quälte mich also nach vier läppischen Stunden Schlafes aus dem Bett und wartete.
Acht Uhr: Kein Telekommann.
Neun Uhr: Die fangen bestimmt erst später an, weil sie ja auch abends noch zu den Kunden müssen.
Zehn Uhr: Die Telekom wird sich wahrscheinlich ersteinmal mit ihren zahlreichen eigenen unzufriedenen Kunden beschäftigen.
Zehn Uhr dreißig: Vor meinem Fenster parkt ein Smart von MaxxOnAir ein, ein Subunternehmer im Auftrag der Telekom, die im Auftrag von Alice kommen sollte?
Elf Uhr: Überhübschter MaxxOnAir-Smartfahrer hat endlich in der Sieben-Meter-Parklücke zu ende eingeparkt, kommt jedoch nicht zu mir.
Elf Uhr fünfzig: Mal nochmal alles verdrahten, da kommt bestimmt keiner mehr.
Zwölf Uhr eins: Tatsache, keiner da gewesen.
Zwölf Uhr zehn: Sonja teilt mir mit das das Internet wieder geht.
Zwölf Uhr zwölf: Noch ein bisschen am Anschluss rumgedoktert, kein Telefon, nix ISDN, nur das Internet geht bis jetzt, das kleine DSL-Modem freut sich diebisch blinkend.
Zwölf Uhr vierzig: Verstehe nichts mehr, lege mich erstmal noch mal hin.
Fünfzehn Uhr vierzehn: Immer noch kein Telefon, alles Versuchen hilft nicht, Alice angerufen, klappt wieder alles nicht so recht mit meinem Mobiltelefon, das immer streikt wenn ich versuche die Alice-Techniker anzurufen..
Fünfzehn Uhr siebzehn: Für heute aufgegeben. Telefonstress ist wahrer Stress.

Die Doomsday Clock steht auf 15.17 Uhr. Mal sehen wie es hier weitergeht?!

 
18. Februar 2008, nachmittags | Geschrieben von KP in  | 0 Kommentare

Es hat immer wieder etwas beruhigendes, hungerstillendes und meist betrunkenes wenn man morgens um halb sechs am Wochenende die städtischen Not-Fress-Einrichtungen aufsucht. Meistens handelt es sich um einen Dönerladen, wenn es zwischen zwei und vier Uhr ist, zwischen vier und sechs geht man meist zu Burger King und ab sechs Uhr kann es auch schon mal vorkommen, dass sich der trunkene Nacht-Durchfeierer auf ein Techtel-Mechtel mit einem LeCroBag, Delifrance oder Ditsch einlässt - im Idealfall alle drei hintereinander oder sogar kombiniert mit dem King, die Königsdisziplin sozusagen.

Am vergangenen Freitagabend - das bedeutet am Sonnabendmorgen um etwa halb sechs - besuchte ich, die Tradition der Kombination von Fressflash und Abenteuerlust streng befolgend - mit Kruse den örtlichen Fast-Food-Retailer im Kreuzungsbereich Mainzer Straße / Frankfurter Allee.
Da man zu dieser Stunde, oder allgemeiner: in dieser Filiale immer ein wenig länger auf seine Burger und etwaiges Frittiergut warten muss, ergibt sich gelegentlich die Möglichkeit, die restliche anwesende Klientel etwas genauer zu betrachten. Da zu dieser Stunde auch immer kleinere Horden von Jeton-Besuchern und sonstige Orks die Frankfurter Allee entlang wanken, gibt es ein besonderes (Archäo-)zoologisches Schauspiel zu beobachten:

In ihrem unmöglichen Lichtenberger Kanak-Slang lallen sich die Ghettostars von außerhalb der Ringbahn ihre pöbelnd-gerappte Bestellung aus den überschminkten und Assi-getoasteten Gesichtern, wankt dabei herrisch gekonnt und krallt sich - je nach Geschlecht - mit zu langen Fingernägeln, bzw. wurstigen Fleischklöpschen von Händen am Tresen der Flame-Grill-Stube fest. Optisch schmücken sich die Hinterringler jedoch geschlechtsunabhängig mit merkwürdigen Haarfarben, fleischigen Stiernacken und überteuerter Proletenmode.

Hinter dem Tresen arbeitete die bemitleidenswerte, dennoch die Situation kontrollierende, und wahrscheinlich auch in nüchternem Zustand nicht ganz unhübsche Bleile. Das verriet jedenfalls das Namensschild. Es gibt Leute, die behaupten, Bleile sei der Nachname der Dame, ich jedoch bin der Ansicht, es handelt sich um einen neckisch-exotischen Vornamen à la "Merle" oder "Wiebke". Auch die holde Bleile trägt eine außergewöhnliche Haarfarbe unter dem Königskäppi, hineingefärbt ins blonden Haar, die Gesamterscheinung ist jedoch weniger aggressiv als bei den Hinterringlern aus Hellersdorf.



Routiniert nahm Bleile unsere Bestellung entgegen und widmete sich anschließend einigen Jetons, die folgende Bestellung aufgaben (man beachte die unkontrollierte Gier beim Ablesen der leuchtenden Speisekarte, auf die sicherlich ein jeder im Trunkenzustand schon einmal unkontrolliert hereingefallen